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Death Cab For Cutie – Kintsugi – Ruhe und Energie

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Kintsugi ist eine traditionelle japanische Reparaturmethode, bei der Keramik- oder Porzellanbruchstücke mit Urushi-Lack geklebt werden. Fehlende Scherben werden in mehreren Schichten aufgetragenen. Alles sehr interessant, aber was hat das nun mit Death Cab For Cuties neuestes Album „Kintsugi“ zu tun, außer dass das Werk eben dieses Namen trägt? Ganz einfach: in Zukunft werden Death Cab For Cutie auch „Stücke“ fehlen, dies in menschlicher Version. Gitarrist und Hauptsongschreiber Chris Walla hat die Band verlasse, ist aber auf diesem Album noch vertreten. Auch haben sie zum ersten Mal mit Rich Costey (Jane’s Addiction, Frank Turner) einen Produzenten, der außerhalb der Band stammt, Hand anlegen lassen. Fehlende Stücke müssen also in Zukunft ersetzt werden und neue Elemente kamen und kommen hinzu.

Nun aber zum Album, das sich nicht wirklich von den Vorgängern unterscheidet. Noch immer sind Death Cab die Meisters des Indie-Rocks. Dies mit angenehm unauffälligen Tönen, die nie wie ein Vulkan ausbrechen, aber auch nie zur Schnarchpartie mutieren. Beim Opener „No Room In Frame“ gelingt ihnen diese Vereinigung der Elemente Ruhe und Energie wieder mal perfekt. Es nervt nicht mit experimentellen Zwischentönen, sondern gefällt sich selbst und auch dem Hörer.

„El Dorado“ ist durch und durch weich und ohne Kanten, bei „Binary Sea“ wird man zwangsläufig an das erinnert, was die Kanadier Stars vor Jahren besser hinbekommen haben. Auch wenn „Kintsugi“ in seiner Gesamtheit musikalisch gelegentlich etwas flach wirkt, erinnern hier mehr als nur einige schöne Melodien und Zeilen daran, was man an Alben wie zum Beispiel „Transatlanticism“ oder „Plans“ so liebte. Selbst wenn die großen Barock-Pop-Nummern inzwischen nicht mehr von den Death Cab For Cutie, sondern von Arcade Fire geschrieben werden: Im höchsten Nord-Westen der USA lodert nach wie vor eine kleine, aber wärmende Flamme.

Als „Kintsugi“ dann nach einem fast unbemerkten Fade-Out verstummt, stellt sich Zufriedenheit ein. Keine Totalausfälle, selbst wenn sich über einige Tracks streiten lässt. Das einzige Problem, was sich auch bei den diesen neuen Stücken bemerkbar macht, ist, dass die Lieder zwar alle sehr schön arrangiert sind (man höre sich nur das fantastische „You’ve Haunted Me All Your Life“ an), aber wirkliche Ohrwürmer gelingen Death Cab For Cutie immer noch nicht. Das ist vielleicht auch der Grund, warum sie vielleicht auf Lebenszeit der ewige Geheimtipp bleiben werden.

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