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Joe Pug – Windfall

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Wenn es den Begriff „Storyteller“ nicht bereits gäbe – für Joseph Pugliese alias Joe Pug müsste man ihn erfinden. Der 1984 in Greenbelt, Maryland geborene Singer-/Songwriter ist seit gut acht Jahren mit seiner Akustikgitarre unterwegs. Davor arbeitete er unter anderem als Schreiner, nachdem er sein Studium an der University of North Carolina geschmissen hatte. Überhaupt scheint er nicht gern lange an einem Ort zu bleiben: Pug zog quer durch die USA von Chicago über Nashville nach Austin, wo er zurzeit lebt.

Diese Ruhelosigkeit kanalisiert Joe Pug in Folksongs von minimalistisch-rauer Schönheit, die Vergleiche mit den Werken seiner großen Vorbilder Bob Dylan, Steve Earle, John Hiatt und Warren Zevon nicht zu scheuen brauchen. Doch Joe Pug zieht seine Inspiration nicht nur aus Musik. Wegen seiner ausgeprägt erzählerischen Lyrics verglich man ihn schon mit den großen amerikanischen Schriftstellern: Walt Whitman, John Dos Passos, John Steinbeck, Raymond Carver – und Pug selbst gibt Whitman und Carver als direkte Einflüsse für seine früheren Veröffentlichungen „Nation of Heat“ und „The Great Despiser“ an.

Die Kombination aus narrativen Texten und schlicht-ergreifender Americana von Folk über Country und Blues ist natürlich nicht neu – und Pug reklamiert für sich auch nicht, besonders originell zu sein. Joe Pug ist authentisch: Er erzählt aus seinem Leben, und zwar so entwaffnend offen, dass sich viele HörerInnen damit identifizieren. Joe Pug macht Musik for the people – obwohl er in erster Linie von eigenen Zweifeln, inneren Kämpfen und kleinen Erfolgen singt. Er ist seinen Fans so verbunden, dass er zu Beginn seiner Musikerlaufbahn CDs an alle verschenkte, die Interesse an seiner Musik zeigten – mit dem schönen Nebeneffekt, dass sich 20.000 Exemplare seiner ersten EP ganz regulär verkauften.

Seinen dritten Longplayer muss Joe Pug gewiss nicht verschenken, seine Fans warten schon ungeduldig auf den Veröffentlichungstermin. „Windfall“ klingt noch ein bisschen rauer und ungeschliffener als seine ersten Platten. Musikalisch unterstützt wurde Pug von Wilco-Gitarrist Pat Sansone, der auf „Windfall“ das Mellotron bedient, aber keinen unnötigen Zierrat verteilt. Songs wie die Folkballade „If Still It Can’t Be Found“ oder „Burn and Shine“  klingen verletzlich und kraftvoll zugleich.

Die Texte sind wie gewohnt anspruchsvoll und direkt. Pug scheut sich nicht, dezidiert politisch zu werden (z.B. in „Veteran Fighter“) und ist am stärksten dann, wenn er seine Erfahrungen vom jahrelangen Herumreisen oder -streunen durch Amerika in so poetische wie klare Worte packt: „If it’s not around this corner, it’s around the next“, singt er in „If Still It Can’t Be Found“ – und formuliert damit nichts weniger als sein Lebensmotto.

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