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Delia Gonzalez – In Remembrance – Melancholie deluxe

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Das neueste Werk der aus New York stammenden Kunst-Fetischisten Delia Gonzalez spannt relativ schnell einen Bogen zum 2005er Duett-Schaffen mit Gavin Russom („The Days Of Mars“). Allerdings fokussiert sich der Brückenschlag nur in Richtung Stimmung und Atmosphäre. Abermals umkreist ein mystischer Sound-Nebel aus sphärischen Klang-Waben ein konzeptionelles Kunst-Projekt, das aufgeteilt in vier Akte vor allem ein Ziel verfolgt: die ultimative Bezirzung der Sinne.

„In Remembrance“ präsentiert sich als Ganzes. Auf einzelne Tracks gesondert einzugehen, macht nur wenig Sinn; denn irgendwie klebt alles aneinander. Die endlosen Piano-Themen der Original-Ergüsse, die ihre Flügel im Windschatten der Glanztaten von Künstlern wie Erik Satie, John Cage oder auch John Carpenter (!) ausbreiten, narkotisieren die Gehörgänge ebenso schnell wie die von Gonzalez Kollaborateur Bryce Hackford zum Dessert servierten Remixe.

Fernab von Konventionellem entschwebt das zwischen Klassik-, Pop- und Elektro-Fundamenten hin und her pendelnde Sound-Konstrukt in Welten, in denen Balletttänzerinnen musikgewordene Avantgarde-Vernissagen mit Leben füllen. Mit beruhigenden, mitunter aber auch wahlweise hypnotisierenden oder düsteren Untertönen ummantelt, präsentieren sich Gonzalez neueste Kompositionen in einem musikalischen Gewand aus Melancholie und Leidenschaft.

Wer also mal den Drang verspürt, dem musikalischen Alltag aus Überproduziertem zu entfliehen, dem sei „In Remembrance“ wärmstens ans Herz gelegt. Hierbei kann man die Augen schließen, die Beine lang legen und all die Schalter auf „Off“ stellen, die den alltäglichen Wahnsinn mit Wasser und Brot füttern. Alle anderen sollten sich gar nicht erst die Mühe machen, die CD von ihrer eingeschweißten Hülle zu befreien.

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