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Passion Pit – Kindred – Der Zirkus mal wieder

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Das Problem ist ja folgendes: Wenn das zweite Album das erste wiederholt, kann man sagen, man setzt auf Altbewährtes. Doch was, wenn das dritte wieder keine Überraschungsmomente birgt? In diesem Fall ist das erste “Manners” (2009), das zweite “Gossamer” (2012) und das dritte das soeben erschienene “Kindred”, alle aus dem Hause Passion Pit.

Die Ästhetik eben dessen ist clever: Die anteasernden Videos sowie das Cover haben eine Familie in den 50ern eingefangen, satter Kitsch an einem Feiertag, mittendrin ein nicht besonders glücklicher Junge. Das Video zur ersten Single “Lifted Up (1985)” spielt mit Licht und Schatten in einem Club, mittendrin ein nicht besonders glücklicher junger Mann. Dieser ist Michael Angelakos und eigentlich gerade laut eigener Aussage besonders glücklich. Das war nicht immer so. Mitte 2012 brach er die laufende Tour ab, um sich wegen seiner bipolaren Störung behandeln zu lassen.

Auch die Musik ist überragend fröhlich. Durchgängig. Wie eine gut geölte Spieluhr laufen die zehn Songs da durch. Die drei Herren – neben Angelakos noch Jeff Apruzzese und Chris Hartz -, die sich in Massachusetts gründeten, produzieren mit Stimmen, Laptops, Bass, Klavier, Synthieeffekten, Schlagzeug. Doch so richtig hört man das nur im eben erwähnten Opener, der auch von Empire Of The Sun stammen könnte. Danach vermischt sich alles in einen Einheitsbrei. Hier mal ein paar Handclaps, doch ansonsten wirkt alles seelenlos hingeklatscht. Keine handgemachte Musik, die die Verstärker zum Zittern bringt, denkt man sich da.

Und kommt dadurch auch selbst nicht ins Zittern, wenn zum Beispiel “Where The Sky Hangs” eine Beziehung beschwört, die es nie geschafft hat. All diese verpassten Liebeschancen kommen nicht raus bei diesem schnellen und doch nichtssagenden Tempo. Einzig das ruhige “Looks Like Rain” sticht heraus. Fazit aus dem eben dargelegten Problem: Vielleicht wird’s ja beim vierten Album innovativer.

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