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„There are so many things that I can’t explain“, singt James Ellis Ford im Closer „This Will All Be A Memory Soon“. Vielleicht kann der etablierte Produzent und Musiker aber ja erklären, warum sein neues Album so furchtbar dröge geworden ist. „Lost In Another World“ spielt die Haltlosigkeit musikalisch durch und landet: nirgendwo.

Kurzer Wrap-Up zu James Ellis Ford: Der Multiinstrumentalist arbeitete schon mit den Arctic Monkeys, Depeche Mode, Foals und auch Fontaines D.C. zusammen. Außerdem war er Teil von Simian Mobile Disco und der Live-Band von The Last Shadow Puppets.

Kurz: Er prägte Indie-Musik weißer Männer durch alle Spielarten und Generationen (und Florence + The Machine). Zuletzt veröffentlichte er gemeinsam mit Größen wie Olivia Rodrigo und Hype-Acts wie The Last Dinner Party das gemeinnützige Album „Help (2)“. Ford kennt die Szene, die Szene kennt Ford. Musikalisch ist davon auf „Lost In Another World“ nur herzlich wenig übrig geblieben.

Vielmehr scheint sich der Brite in einen ganz bestimmten Sound verliebt zu haben und diesen als Ausgangspunkt für sein zweites Soloalbum fest zu umkreisen:

Im Hintergrund pluckern mal verschiedene Geräusche, mal bleiben die Synthies regungslos wie im Winterschlaf, größtenteils ist das aber egal, denn über allem nölt Ford in einem Timbre ohne Höhen und Tiefen hinweg. Durch diese vielen Schichten Melancholie gibt es für die Instrumente kein Durchdringen.

Im besten Fall erzeugt das Bilder davon im Kopf, wie Matt Berninger von The National etwas zu viel Zeit in einem Synthie-Laden verbracht hat und jetzt sich seine Zerrissenheit in den Bart brummt.

„People Just Don’t Know“ ist eines dieser Beispiele. Doch im Albumverlauf übernimmt die Haltlosigkeit überhand: „Here Today“ schwirrt ohne musikalische Höhen und Tiefen in den Äther, „Parallel Dimension“ mimt mit seinen Synthies und anderen Geräuschen Weltraum-Sounds, „I Believe In You“ dreht sich mit seinen Streichern als Mantra im Kreis, alle Songs kommen aber nirgendwo an.

Möglicherweise war es Ford ein Anliegen, die schiere Orientierungslosigkeit der Gegenwart zu vertonen. Ob man dafür nun ein wenig aufregendes Album ohne Hooks, Wiedererkennungswert oder griffige Melodien braucht, sollte man sich dann selbst beantworten.

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