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Rayland Baxter – Imaginary Man – Emotional überwältigend

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Wenn jemand aus Nashville, Tennesse stammt, dann liegt die Vermutung doch schon sehr nahe, dass er sich musikalisch irgendwo zwischen Alternative-Country und Folk bewegt. Rayland Baxter kommt von dort und seine Musik könnte nicht typischer nach Nashville klingen. „Imaginary Man“ ist sein zweites Album und mit dem Opener „Mr Rodriguez“ tischt er uns Alternative-Country auf, wie wir ihn schon tausendmal gehört haben, aber in diesem Fall nicht von Nachteil.

Es ist das große Problem eines jeden Musikers, der sich dem Folk und Americana verschreibt: wie kann man die große Vergangenheit die dieses Genres, zu bieten hat, neue Variationen zufügen, ohne die  Traditionen zu verletzen. Diese Musik ist gerade dazu verflucht, altmodisch zu klingen. Rayland Baxter schafft es jedoch ohne Probleme, diesen schweren Balanceakt zu meistern.

Bemerkenswert ist dabei der Perfektionismus, mit dem er an seinen Alben arbeitet, und noch bemerkenswerter ist, dass man das der Musik auf seinem neuen Album „Imaginary Man“ in keinem Moment anhört. Wie schon viele Generationen vor ihm bedient er sich derselben einfachen Mittel und spielt mit „Oh My Captain“ einen Song, bei dem man sich fragt, wie es so zwei Jahre dauern konnte, bis er geschrieben wurde.

Nach und nach erweitert Baxter das einfache Grundmuster geschickt um weitere Instrumente, bis schließlich alles in einem Finale gipfelt, das sich an Intensität kaum überbieten lässt.
„Rugged Lovers“ ist eine düstere Ballade an, die ebenfalls all die Qualitäten besitzt, die auch „Young Man“ auszeichnen, und wieder fragt man sich, wie Rayland Baxter das nur macht.

Es ist aber nicht nur sein muskalisches Gespür, das er über die letzten zwei Jahre hinweg perfektioniert hat, es ist auch sein Talent zum Texter, das auf „Imaginary Man“ wieder besonders auffällt. Eine Ballade wie „Your Love“ hat man in dieser Art und Weise noch nicht gehört: wie er es bei all der anspruchsvollen Lyrik schafft, den Hörer auch noch emotional zu berühren, das ist Americana, wie er nicht besser sein kann.

Vom schimmernden „Lady Of The Desert“ schöpft Rayland Baxter alle Möglichkeiten aus, die ihm von Natur aus gegeben sind. „Imaginary Man“ ist einfach nur eine kreative Tour de Force, die einen über die gesamte Spiellänge berührt.

Man kann an diesem Album lange nach schwachen Songs suchen, man wird einfach nicht fündig. „Imaginary Man“ ist ein nicht nur ein simples Folk-Album, es fordert auch noch den Intellekt des Hörers heraus. Jetzt gilt es sich warm anzuziehen liebe Musikerkollegen, denn mit Rayland Baxter habt ihr einen ernsten Konkurrenten.

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