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Father John Misty – Live im Strom, München

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Er ist wohl eines der Aushängeschilder des Indie-Labels Sub Pop und der Antiheld der Musikszene – Father John Misty. Der ehemalige Schlagzeuger der Fleet Foxes ist wieder mit seinem zweiten Album „I Love You, Honey Bear“ auf Tour. Schon im März spielte er zwei exklusive Konzerte in Deutschland und beeindruckte mit einer starken Bühnenpräsenz und Aura.

Joshua Tillman, wie Father John Misty im richtigen Leben heißt, wuchs in einer christlich geprägten Familie auf und durfte bis zu seinem 17. Lebensjahr nur kirchliche Musik hören. Seine Erlösung war Bob Dylans Album „Slow Train Coming“, welches als christlicher Rock galt und daher von seinen Eltern geduldet wurde. Mit 21 zog er nach Seattle und legte seine ganze Vergangenheit ad acta. Er nahm erste Songs auf und spielte für diverse Künstler als Support.

Die Fleet Foxes wurden auf ihn aufmerksam und engagierten Tillman als Schlagzeuger. Nach deren Auflösung entstand 2010 sein neues Alter Ego Father John Misty inklusive dem Debütalbum „Fear Fun“, welches knapp die Top 100 der Billboard Charts verpasste. Nach zwei Jahren Studio erschien Anfang dieses Jahres sein zweites und viel umjubeltes Album „I Love You, Honey Bear“. Es ist ein mehr oder weniger autobiografisches Konzeptalbum, welches sofort auf Platz 2 der amerikanischen Alternativ-Charts landete. Es folgte eine monatelange Tour, die ihn nun nach Deutschland geführt hat. Gestern spielte er im Münchner Strom.

„I Love You, Honey Bear“ ist nicht nur das aktuelle Album, sondern auch der Opener, mit dem Father John Misty diesen Abend einleitete. Von der ersten Minute an zeigte er vollen Körpereinsatz und zog das Münchner Publikum mit der starken Bühnenpräsenz in seinen Bann.

Songs wie „True Affection“, „Only Son Of The Ladies‘ Man“ und das selbstironische „The Night Josh Tillman Came To Our Apartment“ wurden so kraftvoll, aber zugleich routiniert gespielt, dass man schnell merken konnte, wie lange Father John Misty mit seiner Band schon auf Tour ist.

Jede Bewegung saß und jeder Ton wurde so getroffen, als käme er direkt aus dem Tonstudio. Auf musikalischer Ebene war das Konzert makellos. Einzig bei „Bored in the U.S.A.“ war die Verwirrung den Zuschauern anzusehen. Wie auf dem Album setzte im letzten Refrain Klatschen und Grölen ein. Das Publikum nahm zuerst nicht wahr, dass dies aus der Konserve kam, aber nach wenigen Wiederholungen machten viele mit.

Nach knapp 90 Minuten spielte Fahter John Misty mit „Holy Shit“ und „The Ideal Husband“ die letzten Lieder des Abends. Es war eine sehr beeindruckende Show, die man auch gut auf eine Platte hätte pressen können. Die Live-Qualitäten des Amerikaners waren überragend.

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