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Keoma – Keoma – Wabernde Melancholie

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Auch wenn der Eurovision Song Contest im Mai wieder Millionen Zuschauer vor die Fernsehbildschirme locken wird, muss man festhalten: Mumpitz bleibt Mumpitz! Mit den ganz Großen der Branche werden sich die Teilnehmer auch in diesem Jahr nicht messen lassen können. Zuviel Show, zu wenig Ertrag: Oder erinnert sich heute noch jemand an die Gewinner der vergangenen Jahre? Von der bärtigen Ösi-Lady Conchita Wurst mal abgesehen, findet kaum noch ein Sieger des Wettbewerbs in den Branchenmedien statt.

Nun wollen die beiden in Köln und Berlin ansässigen Chris Klopfer & Kat Frankie alias Keøma das Blatt endlich wenden. Als aussichtsreiche Vorentscheid-Kandidaten gehandelt, machen sich die beiden deutschen Melancholie-Popper große Hoffnungen auf einen Durchmarsch ins ferne Stockholm. Helfen soll ihnen dabei ein Soundgerüst, das man hierzulande eher selten auf dem Schirm hat, wenn es um die große ESC-Bühne geht. Die Rede ist von ausgefeiltem Elektro-Pop, der sich hier und dort auch anderer Genre-Verweise bedient.

Mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum hinterlassen die beiden bereits erfahrenen Verantwortlichen (Olli Schulz, Get Well Soon, Gisbert zu Knyphausen) durchaus einige Spuren. Mit wechselndem Gesang legen Keøma dabei besonders viel Wert auf nachhaltige Stimmungen und Atmosphären.

So wabert der Albumeckpfeiler „Protected“ beispielsweise in Welten umher, in denen Bands wie Portishead und Air das Sagen haben. „Black“ hingegen versucht mit ploppenden Beats und Morrissey-Anleihen Eindruck zu schinden, während „Shame“ mit zischenden Effekten und flächendeckenden Synthies um die Ecke kommt.

Mit der Wehmut-Ode „Pines“ haben die beiden gar einen kleinen Hit am Start. „Righteous“ und „Street Lights“ gehen phasenweise fast als Indie-Rock durch.

Es passiert also so einiges auf dem Erstlingswerk der nationalen ESC-Hoffnung 2016. In Stockholm würde man damit sicherlich für Aufsehen sorgen. Drücken wir also die Daumen. Unabhängig davon, ist aber auch noch viel Luft nach oben. Aber erst einmal ein Schritt nach dem anderen.

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