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Kanye West – The Life Of Pablo – Oh mein Gott

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Kanye West ist Gott! Wer’s nicht glaubt, der sollte der selbsternannten „Stimme einer ganzen Generation“ bloß nicht im Dunklen begegnen. Die Folgen einer solchen Begegnung wären nämlich traumatisierend. Ungläubige werden im West-Universum nämlich unangespitzt in den Boden gerammt.

Größenwahn ist bekanntlich der zweite Vorname des Mannes, der wahrscheinlich mehr Popo-Pics seiner Ehefrau auf dem Handy hat, als eine ausgewachsene Giraffe Flecken auf dem Fell. Und so wunderte man sich natürlich auch nicht, als die ersten Gerüchte über eine bevorstehende Exklusiv-Präsentation seines neuen Albums „The Life Of Pablo“ die Runde machten. Letztlich war der prall gefüllte Madison Square Garden gerade gut genug, um der ganzen Welt wieder einmal ordentlich einen vor den Latz zu knallen: Nennt mich Jesus! Nennt mich Picasso! Nennt mich Gott! Here I Am!

Da können wir natürlich nicht widerstehen. Kurz bevor der Allmächtige sein neuestes Werk wieder ins goldene Kämmerlein sperrt, hören wir doch mal rein. Und siehe da: Hier und da knallt es doch tatsächlich. Vor allem die beiden von den rappenden Kollegen Andre 3000 und Kendrick Lamar vorgetragenen Hip-Hop-Tornados „30 Hours“ und „No More Parties In L.A.“ wirbeln mächtig Staub auf. Ebenso auf der Habenseite: urbaner Soul à la „FML“ oder Mittelfinger-Grüße in Richtung Taylor Swift („Famous“).

Der liebe Gott lässt es aber auch manchmal regnen. Und auch Kanye West spart nicht mit musikalischen Schlechtwetterfronten. Diese hier im Einzelnen anzuprangern würde nur wenig Sinn ergeben, da es eher um Grundsätzliches geht. Um es auf den Punkt zu bringen: Manchmal ist weniger einfach mehr.

Da das Wort weniger im westschen Wortschatz aber nicht vorhanden ist, zündet unser aller liebster Kardashian-Macker eine Over-the-top-Bombe nach der nächsten. Und das mit freudiger Unterstützung Dutzender Kollegen und Kolleginnen aus der Megalomania-Branche: Rihanna, Ty Dolla $ign, Frank Ocean, Chris Brown, Kid Cudi, Kelly Price: Sie alle stehen Schlange, wenn der Maestro ruft. Sogar Größen wie Kendrick Lamar und Rick Rubin erweisen West die Ehre.

Doch zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Und so stapeln sich futuristische Elektro-Sounds, wirre Rap-Einlagen, Gospel- und R’n’B-Einwürfe und so manch poppiger Firlefanz zu einem Klanggebilde, das sich in etwa so bruchfest präsentiert wie die Berliner Mauer am Abend des 09. November 1989. Oh mein GOTT!

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