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Emmy The Great (Credit Alex Lake)

Emmy The Great – Second Love – Winter ade

Emma Lee-Moss alias Emmy The Great trägt ihren Bühnennahmen nicht zu Unrecht. Kenner und Liebhaber fein gesponnener Indie-Pop-Strukturen wissen bereits seit 2009, dass die Britin mit chinesischen Wurzeln in puncto Leidenschaft und Intensität so einiges auf dem Kasten hat. Da kann man hinsichtlich der Außendarstellung schon mal in die Superlative-Kiste greifen.

Auch auf ihrem neuen Album „Second Love“, dem ersten Studiolebenszeichen seit der Veröffentlichung von „Virtue“ im Jahr 2011, beeindruckt die Songwriterin wieder mit einem ausgeprägten Gespür für umgarnende Harmonien. Die stehen nämlich auch anno 2016 wieder im Vordergrund, wenn sich die Londonerin auf Tracks wie dem wabernd betörenden „Swimming Pool“, der mit voluminösen Chören unterlegten Sommer-Hymne „Algorithm“ oder dem oszillierenden Dancefloor-Ausflug „Dance W Me“ in luftig lockere Indie-Pop-Welten beamt.

Qualität spricht sich natürlich rum. Und so klopfte es während der Produktionsphase des Albums quasi im Minutentakt an der Studiotür. Alle wollten sie mitmachen: Tom Fleming (Wild Beasts), Leo Abrahams (Pulp, Brian Eno), Simon Oscroft (MXTHER), Du Blonde und Fyfe Dangerfield (Guillemots). Da bekam nicht nur Emma große Augen. Auch ihre beiden Produzenten Dave McCracken (Oh Land, Beyonce) und Ludwig Goransson (Haim, Childish Gambino) klatschten bei einer derartigen Ansammlung von künstlerischem Know-how begeistert in die Hände.

Mit „Second Love“ meldet sich Emmy The Great auf beeindruckende Art und Weise zurück. Und zwar mit einem Album, das gekonnt die musikalische Lücke zwischen Frühling und Sommer schließt. Noch irgendwo Bodenfrost? Keine Bange. „Second Love“ bringt auch das letzte Eis zum Schmelzen. Es lebe die warme Jahreszeit! CD rein, und einstimmen. Sehr schön.

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