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Eskobar – Magnetic – Anziehend

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Ein Lebenszeichen einer verschollen geglaubten Band. Eskobar haben zwar acht Jahre lang keine Platte veröffentlicht, nach der gemeinsamen Tour mit ihren schwedischen Landsleuten Roxette im vergangenen Jahr bekamen die beiden aber wieder Lust und Laune, neues Material einzuspielen.

Auf dem musikalischen Kerbholz haben Daniel Bellqvist und Frederik Zäll, die inzwischen ohne Langzeit-Kollegen Robert Birming auskommen müssen, einiges, seit sie Anfang der Neunziger aus der nie versiegenden Pop-Quelle Skandinaviens ins Rampenlicht blubberten. Ihr Debut „Til We’re Dead“ mit den Songs „On A Train“ oder „Good Day For Dying“ und das folgende „There`s Only Now“ Album mit dem Heather Nova Duett „Someone New“ – längst Klassiker modernen, schwedischen Liedguts.

Auch der dritte Streich “A Thousand Last Chances“ 2004 beinhaltete neben dem euphorischen Feger „Love Strikes“ mit „Even If You Know Me“ den ganz großen Seufz-Moment. Selbst als ihr Stern blasser wurde, sie dafür auf ihrem selbstbetitelten Album von 2006 reifer klangen, gab es mit „When You’re Gone“ den ganz großen Treffer. Zuletzt erschien 2008 „Death In Athens“, das weitgehend unbeachtet blieb.

Jetzt wollen Eskobar es mit „Magnetic“ noch einmal wissen. Der Starter „Untrap Yourself“ legt los wie die Konfetti-Kanone beim Coldplay Konzert und stellt gleich eingangs klar: wer eine Kursänderung vom Grundgerüst in Sachen Sound und Arrangement erwartet, ist hier an der falschen Adresse, daran ändert auch der sonst eher im Elektro-Gewerbe beheimatete Produzent Oscar Harryson nicht viel.

Das Duo kann auf den elf Tracks vor allen mit aufgemöbelten Erinnerung an ihre große Zeit überzeugen. Ihre Songs müssen fließen und funktionieren mehr schlecht als recht, wenn sie sich in Britpop Schuhe zwängen, die nicht recht passen wollen.

Es gibt mit „Starlight“ die unterkühlt-distanzierte Song-Variante neben Stücken wie „You`re My Choice“, in denen die Gitarre voran gehen darf. Dazu jede Menge Synthieteppiche, die sich in Gefälligkeit überbieten und den Sound in bewährter Weise aufblasen. Ein bisschen gelitten hat das Miteinander von Gesang und Instrumenten. Wo früher die Stimme federleicht über die Harmonien schwebte, findet heuer beides mitunter nur mühsam zueinander.

Das Händchen für die ganz große Melodie ist Eskobar jedenfalls nicht verloren gegangen. Am deutlichsten ist das bei „Minute After Minute“ zu hören. Leider wird das Stück im Verlauf so überfrachtet, dass sein Glitzer-Potential unter dieser Last leidet. Auch „To The Resque“ bemüht sich redlich, den Part des Album-Highlights zu übernehmen, letztlich bleibt das aber dem Titeltrack vorbehalten.

„We had a good run, we had a lot of fun“ singt Bellqvist am Ende. Spaß beiseite: „Magnetic“ ist keine Offenbarung, aber durchaus anziehend und eine schöne Nostalgiereise vom Cover Art-Work bis zum letzten Ton.

 

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