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Silversun Pickups – Live im Lido, Berlin

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Ok. Es kommt echt selten vor, dass eine amerikanische Band ihre Europatournee in Berlin startet. Meistens ist es dann doch London oder Paris. Im Falle der Silversun Pickups war dies am Sonntag eine weise Entscheidung.

Schon am Einlass des Lido wurde man feierlich begrüßt, denn jeder Besucher bekam das aktuelle Album “Better Nature” geschenkt. Nach so viel Freundlichkeit konnte es beginnen: the night of the prom! Und man fühlte sich teilweise wirklich wie auf einem Abschlussball aus einem amerikanischen Teenie-Film: Die Halle war ordentlich gedimmt, an der Decke hing eine riesige Diskokugel und auf der Bühne stand im Scheinwerferlicht Jordan Klassen, der Support des Abends.

Der kanadische Singer-Songwriter zeigte in guter Manier, dass er nur Stimme und Gitarre braucht, um eine wundervolle Atmosphäre zu schaffen. Zwischendurch gab es kleinere Witze und Anekdoten über Bruce Willis, doch man merkte ihm die ganze Zeit an, dass er noch nie vor so vielen Menschen gespielt hatte.

Nach einer kleinen Pause wurde es noch dunkler. Silversun Pickups betraten die Bühne und strahlten buchstäblich über beide Ohren. “Es tut uns leid. Wir waren das letzte Mal vor 6 Jahren in Berlin. Aber jetzt ist ja alles gut.”, scherzte Brian Aubert in sein Mikrofon und spielte die ersten Takte von “Cradle”.

Das Publikum war sofort dabei und es herrschte eine raue und doch vertraute Stimmung. Gutgelaunt und sichtlich noch aufgeregt brachten Siversun Pickups den Opener des neuen Albums eindrucksvoll rüber.

Die Basis der Band sind Aubert und Nikki Monninger, beide vom Typ eher die “netten Nachbarn von nebenan”. Sänger und Gitarrist Brian Aubert sprang die ganze Zeit von einer Bühnenseite zur anderen und scherzte mit dem Publikum. Monninger, die am Bass eher verhalten performte, kam am Anfang sehr schüchtern daher, doch das Publikum hatte eine Lösung.

Mit “Der nächste Song ist von Nikki: Circadian Rhythm” kündigte Aubert nicht nur das nächste Lied an, sondern entfachte auch einen tobenden Applaus in Richtung Bassistin. Man sah ihr an, dass jede Anspannung von ihr fiel, als sie “Circadian Rhythm” anstimmte.

Dieser Song ist die aktuelle Single und lag somit vielen im Ohr. Dementsprechend wurde er gebührend vom Publikum mitgesungen. Danach folgten Songs wie “Nightlight”, “Panic Switch” und “Lazy Eye”, die alle überzeugen konnten.

Vor der Bühne herrschte eine gute Stimmung. Zwar wurden Moshpit-Versuche ausgelassen, dafür wippten die Köpfe vor – zurück – vor – zurück und sorgten für eine Wohlfühl-Atmosphäre. Alles war im Einklang.

Nach knapp 70 Minuten war der erste Part des Konzertes vorbei. Doch das Lido bebte! Wortwörtlich! Fast alle klatschten und stampften gemeinsam im Rhythmus auf den Holzboden. Sie wollten eine Zugabe und diese bekamen sie auch in Form von “The Wild Kind”. Dieser Song fängt live einfach an wie diese typischen USA-Abschlussballlieder aus den 90er-Jahren und die Stimmung zog dementsprechend gleich. Alle wippten zufrieden hin und her, und das Diskokugellicht machte den Rest.

Doch Obacht: innerhalb kürzester Zeit kippte der Sound zu Shoegaze-Alternative-Rock und verwandelte den noch kurz zuvor romantischen Moment in ein schweißtreibendes Abenteuer – auf Bühne und Parkett.

Selten war der Applaus im Lido im Anschluss so laut. Es war ein gelungener Abschluss für einen gelungenen Sonntag mit den Silversun Pickups.

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