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At The Drive-In – Live in der Columbiahalle, Berlin

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Post-Hardcore. Genre-definierender Meilenstein. „Relationship Of Command” von At The Drive-In. Hart wie ein Brett, melodiös wie die Seelenpein. Das Jahr 2000. Omar Rodriguez-Lopez und Cedric Bixlar-Zavala. Anti-Helden.

Trennung nach dem Fame. Aufspaltung in Sparta und The Mars Volta. Soloalben, De Facto, Antemasque, etc, etc. Festival-Reunion-Shows. Ausverkauf-Vorwurf. Anti-Helden dürfen so was nicht. 2016: Welttournee. Tage vor dem Beginn: Gründungsmitglied Jim Ward springt ab. Ungewissheiten. An die Presse: Keine Fotografen erlaubt.

Deutschland: Köln und Berlin. Palladium und Columbiahalle. At The Drive-In zum ersten Mal seit 15 Jahren. All those memories. Durchatmen. Nostalgie. 40 Euro. Jeder Rock-Fan im Netz hat eine dezidierte Meinung dazu. Die richtige.

Ein Meer aus Mittdreißigern. Das ganze Front Of House ein Riesen-Moshpit. Viel zu dekonstruierter Krach – eben Post-Hardcore – für Crowdsurfing. Die Hälfte der Security-Leute hätte man sich sparen können.

Die Show: genau die violente Gefühlserruption wie damals. Nur größer. Cedric berserkt über die Bühne. Verletzungsgefahr. Omar gniedelt unnachahmlich. Ekstase. Leidenschaft. Kraft. Druck. Verzweiflung. 3.500 ganz gut verdienende Großstädter, die in ihrer wilden Zeit harte Musik geliebt haben.

Der obligatorische Nörgler: „Nur eine Stunde? Viel zu kurz! Mehr Entertainment! Ich hab mal AC/DC drei Stunden spielen sehen.“ Grobe Missachtung der Tatsache, wie anstrengend live darzubieten diese Art von Musik ist. AC/DCs drei bierselige Akkorde haben hier nichts verloren. Man möchte so einem das „Realtionship Of Command“-Brett in die Fresse hauen.

Wirklich: Nach einer Stunde war alles geschrien, gespuckt, getanzt, gerockt, gesagt, was es zu sagen gab. Auch: Ein kurzes aufrichtiges Danke von Cedric. Dass wir gekommen sind. Dass es überhaupt noch Leute gibt, die einen Furz auf diese Band geben. Dass sie mit diesem Scheiß ein Leben haben dürfen. Und Kinder.

Ausgepowert. Nostalgie. Gedanken an Rock. Reunion-Shows werden Teil des eigenen Lebens. Plötzlich sieht das mit den Rolling Stones gar nicht mehr so albern aus. Und Iggy Pops neues Album könnte sein letztes sein? Wie alt ist der jetzt eigentlich?

„One Armed Scissor“: Natürlich ganz zum Schluss. Die absolute Klimax. Mitgröl-Hymne. Ein Moshpit-Meer zum Verlieben. Und dann? Ein herzliches, ein echtes Danke und Tschüss. Man muss zurück zu den Kindern. Für eine Nacht stand es da, über der Columbiahalle: At The Drive-In – Sould Out – 04.04.2016.

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