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Grandbrothers – Live in der Volksbühne, Berlin

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Amsterdam, Prag, Zürich, Paris. Erol Sarp und Lukas Vogel haben es geschafft, mit solcherlei Spielorten im Tourneeplan. Und auch die nicht gerade kleine Berliner Volksbühne war bestens gefüllt an diesem lauen Frühlingsabend.

Grandbrothers Debütalbum ist jetzt ein gutes Jahr her und das dynamische Duo von der Düsseldorfer Musikhochschule blickt rosigen Zeiten entgegen. „Dilation“, eine wohl gelaunte, lieb meinende Melange aus seichten Jazz-Piano-Arrangements und allerlei elektronischen Tastengefrickel, ist auf fruchtbaren Boden gefallen in einer Zeit, in der die Verbindung Pop und Klassik, hier Electronica und Jazz-Piano, abgeht wie Schmidts Katze.

Hauschka und Nils Frahm bekommen frischen Besuch auf den großen theatralen Volksbühnen dieser Republik. Dabei bedient sich die Verjüngungskur Grandbrothers noch stärker an den so en vogue gewordenen Clubsounds. Manches Mal pulsiert ein derber Bass durch den alten Saal, wenn sich Piano und Synthiesounds genügend hochgeschaukelt haben.

Mit ordentlich Nebel auf der Bühne und fleißigem, aber nicht selten etwas unnötigem Stroboskopgebrauch, wurde gar versucht, ein wenig Tresor- oder Berghain-Stimmung zu initiieren.

Sarp und Vogel boten einen Schnittstellenabend für das junge, moderne Musikvolk und haben dabei durchaus zu überzeugen gewusst. Klemmbare Shoppinganekdoten und übereiliges Wiedererscheinen zur Zugabe verbucht man getrost als Rookie-Habitus. Das urbane Publikum hat den Sound, der aus einigen neuen Stücken bestand, ohnedies aufgesogen und gefeiert.

Allein ein ans Eingemachte gehender Vergleich zu den etablierten Genrekollegen Volker Bertelmann und Nils Frahm offenbart dann doch noch Luft nach oben. Insgesamt weiß das Pianospiel, vor allem eines Bertelmanns, wesentlich mehr an Virtuosität zu überzeugen, als jenes von Erol Sarp. Hier sind die jungen hippen Grandbrothers dem Electro-Genre vielleicht einen Tick zu Nahe: Auf Dauer ist das Melodiespiel des Düsseldorfer Duos ein bisschen banal.

Die neuen Songs, sowie zwei Duette mit dem Singer/Songwriter-Support Jono McCleery deuten aber an, dass sich in diese Richtung noch einiges verschieben könnte. Von starker Ravehaftigkeit bis biederem Elektro-Pop mit Jammergesang experimentierten Sarp und Vogel kräftig herum auf der Suche nach ihrem Sound der Zukunft, auf jenen Stücken, die nicht zu ihrem schönen Debüt zählten.

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