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The Dandy Warhols – Distortland – Wundertüte ohne Wow-Effekt

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Mit ihrem neuen Album „Distortland“ bleiben die The Dandy Warhols ihrem eingeschlagenen Wundertüten-Image treu. Kein weiteres „Bohemian Like You“, dafür jede Menge Sound-Überraschungen, mit denen selbst eingefleischte Fans der Amis zu kämpfen haben.

Mit ihrem ersten Studio-Output nach dem chilligen Folk-Abenteuer „This Machine“ aus dem Jahr 2012 pinkeln  Courtney Taylor-Taylor, Peter Holmström, Zia McCabe und Brent DeBoer aber nicht nur Anhängern der ersten Stunde ans Bein.

Auch Quereinsteiger werden bei nuschelnd vorgetragenen Symbiosen aus Hippie-Pop und Indie-Rock à la „Search Party“ und „Semper Fidelis“ erst einmal die Augenbrauen zusammenziehen. Mit der lust- und lieblos vor sich her dümpelnden Single „You Are Killing Me“ reißt das Portland-Kollektiv ebenfalls keine Bäume aus.

Mehr Spuren hinterlassen da schon das auf einer Surfrock-Welle reitende „Pope Reverend Jim“ und das phasenweise an das traumwandlerische Debütalbum erinnernde „Doves“. Hier zeigen The Dandy Warhols was geht, wenn man „unorganisiert organisiert“.

Unterm Strich ist das aber zu wenig, denn zwischen dem skurrilen Beginn des Albums und dem zumindest akzentuiert glänzenden Finale präsentiert sich zu viel verschrobene Klangkost ohne Nährwert.

Eine Wundertüte kann immer mal etwas Besonderes zu Tage fördern. Oftmals winkt man aber auch nur gelangweilt ab. The Dandy Warhols müssen ein bisschen aufpassen, dass sie ihre Stinkefinger-Haltung nicht überstrapazieren. Nicht, dass ein weiteres Portland-Ü-Ei irgendwann gar nicht erst geöffnet werden will…

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