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Richard Ashcroft – These People – Back on the Game

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Nüchtern betrachtet, reduziert sich das Post-The Verve Werk des Richard Ashcroft vor allem auf „Alone With Everybody“, dem ersten Album ohne seine ehemaligen Kollegen. Dort trug er den psychedelischen angehauchten Groove hinein, mit denen er und die Band via „Bitter Sweet Symphony“ oder „Lucky Man“ Meilensteine setzten.

Danach hat der Mann aus Wigan mit „Human Conditions“ und „Keys To The World“, ganz zu schweigen von seiner religiös unterwanderten Veröffentlichung unter RPA & The United Nations Of Sound, nicht unbedingt weitere Highlights in seine Diskografie eingetragen.

Einst von den Gallagher Brüdern als bester Songschreiber der Welt geadelt, schien seine begnadete Gabe zwischen künstlerischer Selbstbefruchtung und familiären Verpflichtungen auf dem Weg des inzwischen 44-jährigen ein Stück weit auf der Strecke geblieben zu sein.

Schlechte Kritiken waren nicht selten die Folge, was dem unerschütterlich an die Größe und Wichtigkeit des eigenen Schaffens glaubenden „Man On A Mission“ dünnhäutig reagieren ließ, Beratung von außen kam in seinem Universum selbstverständlich nicht in Frage.

Irgendetwas muss Richard Ashcroft dann doch bewogen haben, in sich zu gehen, nach Angaben der Promotion findet er jedenfalls 2016 „zu alter Stärke“ zurück. Hohlwangig wie immer, dazu jetzt kahlgeschoren, grüßt die Britpop-Ikone vom „These People“ Cover, dessen Opener „Out Of My Body“ zunächst wenig Hoffnung auf Fortschritte macht.

Wenn man sich aber erst einmal durch dessen aufdringlichen Disco-Beat gekämpft hat, traut man seinen Ohren kaum. „This Is How It Feels“ öffnet das Tor zu einer hymnischen Melodie, Ashcroft ist „Back On The Game“, wie er euphorisch verkündet. Back on the Game bedeutet hier, er klingt wieder wie auf seinem Solo-Debut und das ist gut so.

Um an dessen Sound anzuknüpfen, hat sich Richard Ashcroft einen alten Kameraden ins Boot geholt: Will Malone kümmerte sich um die Streicher-Arrangements. Das tut der Platte sehr gut, transportieren diese doch maßgeblich jenen Pathos, den ein Ashcroft braucht, um seine Botschaften unter das Volk zu tragen.

Davon hat der Meister wieder reichlich im Gepäck. „I ain`t nobody`s fool“ oder „Yes, it`s real life, sometimes it gets so hard“ singt er. Für den Mann, der sich eine relevante Zeit seines Lebens mit Depressionen auseinandersetzten musste, ist und bleibt distanziertes Grollen Therapie.

Die meisten der zehn Songs schippern im entspannten Mid-Tempo durch das Album, viel vom Neuen klingt im positiven Sinn alt. Versuche, elektronische Schnipsel einzuflechten, enden in der Regel suboptimal.

Darauf kann auch getrost verzichtet werden, am besten funktioniert`s im Selbstzitat. „Everybody Needs Somebody To Hurt“, die Ballade „Black Lines“ oder der fesselnde Titeltrack präsentieren einen Musiker, der sich verloren gegangenen Zuspruch mit Leidenschaft und aufrechter Offenheit neu erobern möchte.

Mit „These People“ sollte das kein Problem sein. Schön, dass sie zurück sind Herr Ashcroft!

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