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Shit Robot – What Follows

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Sublime Größe. Man kann den traditionsbewussten Deep House/Disco-Verschnitt von Marcus Lambkin alias Shit Robot leicht als alte Leier Detroiter oder Chicagoer Schule abtun. Rein gar nichts will diese Spielart elektronischer Musik mit den avantgardistischen Innovationen eines Arca, eines Oneohtrix Point Never, eines Haxan Cloak zu tun haben, deren Schnittmenge als die Auslotung der gerade schwer in Mode gekommenen Düsternis im Electro-Genre bezeichnet werden könnte.

Nein, Lambkin bleibt ein Bewahrer der alten House-Disco-Liaison. Auch auf seinem dritten Album „What Follows“ erschöpft sich der gebürtige Ire und derzeitiger Wahl-Stuttgarter nicht in der Anwendung aller heute verfügbaren technischen Möglichkeiten. Das DFA Records-Eigengewächs braucht betagte Synthies, analoge Maschinen, die gekoppelt einen lustigen Kabelsalat im Studio ergeben, und gerade so einen Laptop.

Und dann noch die ganze DFA-Clique, die im New Yorker Studio vorbeischaut, und fertig ist ein neues Shit Robot-Album, dem ersten seit „The Cradle To The Rave“ (2010) und „We Got A Love“ (2014). Der Hot Chip-Vorsteher Alexis Taylor auf gleich zwei Songs, die weiteren Labelkollegen Museum Of Love, Nancy Whang und Juan Maclean, ebenso wie die Kollaborationsneulinge Jay Green und New Jackson, sorgen für die stimmliche, thematische und strukturelle Abwechslung auf einem Album, dem die Innovation fehlen mag, das dafür aber formvollendete Traditionsbewahrung betreibt.

Wie leichte Tupfer gluckern die Beats durch den Klangraum, umschmeicheln Synthiemelodien sich geschmeidig wie Katzenrücken um Menschenbeine. Der ganz große orgiastische Dancefloor-Moment ist mit Shit Robot kaum zu haben. Der Bass wird nicht hart beim Klimax gedropt. Die Größe dieser Musik ist sublim.

Nein, Shit Robot zeigt, wie ich finde sehr eindrucksvoll, dass Tanzbarkeit auch Eleganz und Anmut haben kann, dass man für elektronische Musiken nicht hackedicht und völlig zugekokst sein braucht. Solange wir Traditionalisten wie Shit Robot haben, bleibt das Deep House/Disco-Pflänzchen am Blühen, egal was gerade in Mode ist.

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