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Twin Peaks (Credit Daniel Topete)

Twin Peaks – Down In Heaven – Tralalala und Hopsasa

Nach dem kratzigen Debütalbum „Sunken“ und den hymnenhaften Nachfolger „Wild Onion“ präsentieren sich die fünf Chicagoer DIY-Nerds von Twin Peaks nun von ihrer verspielten Seite. „Down In Heaven“ heißt das neue Studiowerk der Indierocker, die es in diesem Jahr allerdings schwer haben werden, aus der Masse herauszustechen. Dafür klingen die 13 neuen Songs einfach zu beliebig.

Mit der Energie eines grippegeschwächten Hochleistungssportlers dümpelt sich das Quintett durch eine Melange aus Hillbilly-Indierock („Walk To The One You Love“), Tralala-Surfpop („My Boys“) und quäkenden Tom Petty-Kniefällen („Cold Lips“).

Hier hat man den Eindruck: Man könnte zwar. Aber man will irgendwie nicht so richtig. Da helfen auch kein Saloon-Piano („Getting Better“) und keine psychedelischen Folk-Einwürfe („Lolisa“) weiter.

Im Stile einer technisch durchaus fähigen Indierock-Kapelle, die allerdings knietief im Musik-zum-Wäscheaufhängen-Morast festsitzt, schießen sich Twin Peaks mit ihrem Ausflug in verspieltere Gefilde ins eigene Fleisch. Vom sympathischen Knarz des Debüts und der breitbrüstigen Energie des Zweitwerks ist anno 2016 nicht mehr viel übrig.

So wandert das vermeintlich wegweisende dritte Album der Band ohne Umwege ins Archiv zu all den anderen Braucht-man-nicht-wirklich-Produktionen der Branche. Wer genau den fünf Jungs da Gesellschaft leistet? Na, ich will jetzt auch nicht zu heftig draufkloppen. Aber „Down In Heaven“ ist nun wirklich kein Masterpiece geworden.

Wollen wir hoffen, dass die Truppe schnell wieder zurück in die Spur findet. Wäre echt schade drum. Wo stand jetzt die „Wild Onion“ nochmal rum…? Und weg.

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