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Purple – Bodacious

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Das Rock-Korsett von Purple aus Texas ist nicht eng geschnürt: Schon mit ihrem Debüt, das letztes Jahr erschien, hat sich die Band mehrere Türen offengehalten. Dieser kunterbunte Ansatz ist vor allem dem charismatischen Gesang von Drummerin Hanna Brewer geschuldet, die ihren Stimmungswechseln auch auf „Bodacious“ freien Lauf lässt.

Ihre Zimmerwände scheinen jedenfalls mit unterschiedlichsten Band-Postern vollgeklebt zu sein. „Pretty Mouth“ ist so groovig angelegt wie No Doubt in ihren besten Zeiten, der krächzig performte Titeltrack kann hingegen durchaus als Hommage an Kim Gordon von Sonic Youth durchgehen.

Purple deklinieren Indie-Rock im Schnelldurchlauf und klingen dabei keineswegs nostalgisch, sondern verleihen Punk ein ungezwungen wirkendes Pop-Update.

Hin und wieder klebt ein Überbleibsel der Neunziger an den spritzigen Arrangements, die es fast kalkulatorisch darauf abgesehen haben, mit der für Punkpop-Bands wie Blink 182 typischen Länge von zweieinhalb Minuten auszukommen.

Doch wenn Purple keine Angst vor einer Sache haben, dann ist es Pop. Protagonist im Referenzsystem ist dabei immer wieder Gwen Stefani. Hanna beherrscht fast schon melodische Soul-Vibes genauso wie die extrovertierten Plärr-Parts. Dann kreischt sie, als wäre das Nirvana-Poster abgefallen und sie in die Reißzwecke getreten.

So stiehlt sie den Kollegen Taylor und Joe die Show. Daher denkt man auch hin und wieder unvermittelt an diverse Riot-Girl-Bands.

„Bodacious“ ist ein Album, das vom Tourleben geprägt ist, das anscheinend massenweise Endorphine beim Trio produziert hat. Ein Album, das von der Euphorie, der Spannung auf das Morgen und der heimlichen Angst vorm Heimkommen erzählt.

Brainstorming, was mit Purple demnächst passieren könnte: ein Feature mit Peaches, ein Totalausfall der Verstärker, Courtney Love lädt die Band für ihre Geburtstagsfeier ein. Unvorstellbar: Stillstand. „Bodacious“ ist quicklebendig und nimmermüde.

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