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Fritz Kalkbrenner (Credit David Rasche)

Fritz Kalkbrenner – Grand Départ – Sommerliche Melancholie

Das von den Medien immer wieder gern befeuerte künstlerische Wettrennen zwischen den Kalkbrenner-Brüdern Fritz und Paul lässt den jüngeren von beiden schon seit Jahren kalt. Die blutsverwandten Elektro-Veteranen aus der Hauptstadt tüfteln zwar an ähnlichen Sound-Modulen, aber von einem Zweikampf kann nun wirklich nicht die Rede sein.

Hin und wieder trifft man sich im Hause Kalkbrenner sogar zu einem entspannten Plausch. Dann redet man über die Musik, das Reisen und das Erlebte. Fritz hat in den letzten Monaten viel erlebt. Ganz oben auf seiner To-Do-Liste stand die Produktion seines neuen Longplayers „Grand Départ“.

Mit seinem neuen Album schippert Fritz in gewohnten Klang-Gewässern. Wahlweise tiefenentspannt und von sommerlicher Leichtigkeit umgeben („Center To Center“, „Juneau“) oder mystisch, vom charmanten Tiefton-Timbre seiner Stimme ummantelt („Don’t You Say“, „It Takes A Fool“), schweben die neuen Tracks wie wattige Wölkchen über die Spree.

Mit breiter Brust und sich seiner stimmlichen Fähigkeiten bewusst, tänzelt der Sänger, Produzent, DJ und Songschreiber leichtfüßig auf dem Dancefloor umher. Egal, ob inmitten eines Strobo-Gewitters oder eingehüllt in atmosphärischen Trockeneisnebel:

Fritz Kalkbrenner dreht stets an den richtigen Reglern. Da klatscht nicht nur sein großer Bruder in die Hände. Auch der Rest der Welt verneigt sich. Zumindest der Teil davon, der morgens gerne mit langlebigen Elektro-Sounds aus dem Haus hüpft, und im Idealfall abends wieder ins Bett fällt.

Die Anhängerschaft sagt artig Danke. Gerne auch stilecht auf Französisch: Merci bien, Monsieur Kalkbrenner!

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