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Joan As Police Woman – Let It Be You

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Joan Wasser ist seit Anfang an eine Verwandlungskünstlerin. Die Violinistin aus Connecticut studierte Musik, etablierte sich anschließend jedoch in der rauen Punkszene, ging dann wiederum mit Größen wie Antony & The Johnsons auf Tour und war früher auch mit Jeff Buckley liiert.

Bei den vergangenen Produktionen hat es die einstige Rockmusikerin aber kontinuierlich immer mehr in Richtung Soul gezogen. Allerdings ohne hohen Schmusefaktor. Trotzdem: Das nächste Kapitel für den musikalischen Werdegang von Wasser heißt Pop.

Joan As Police Woman tänzelt zwischen dem Patti Smith– und Florence + The Machine-Fanlager und doch ist ihr neuester Streich auch ein Electronica-Album.

Gleichzeitig ist „Let It Be You“ Team- und Kulturarbeit. Die Songwriterin kollaboriert mit Benjamin Lazar Davis, der als Multiinstrumentalist unter anderem bei Okkervil River und Damon Albarn Einsatz fand. Letzterer hat nicht nur eine Schwäche für Tony Allen, sondern ein generell hohes Interesse für die afrikanische Musiktradition.

Das gilt seit neuestem auch für Wasser, insbesondere aber für Davis, der in Westafrika Rhythmen und musikalische Praxis erforschte. Er sorgte auf Joan As Police Woman’s fünften Album für den nötigen Feinschliff.

Polyrhythmische Arrangements, leicht versetzte Claps und sublim installierte Gitarrenansätze sind das Resultat dieser investigativen Recherche. Aufdringlich sind die Stücke nicht an einer Stelle geraten, was für Wassers Intuition für intelligente Songstrukturen spricht.

Keine der zehn Nummern wirkt überdosiert. Und das, obwohl Wasser in diversen Textpassagen überaus euphorisch wirkt.

War es auf dem Vorgänger „The Classic“ noch der Verlustschmerz und der Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Beziehungen, quillt „Broke Me In Two“ aber auch „Easy Money“ vor Verliebtheit über. Doch ob das auf Dauer gut gehen kann? Für diese überhebliche Stimmung wirkt Wassers Stimme nämlich fast schon eine Spur zu reflektiert und weise.

Eventuell steht insgeheim schon die nächste Verwandlung an. Dessen ungeachtet, freut man sich im Abschlusssong „Station“ für die mittlerweile 46-jährige Singersongwriterin, dass sich Liebe, Wahnsinn und Romantik in ihrer Welt scheinbar nicht ausschließen. Hier setzen dann übrigens auch wieder reduzierte Streicher ein.

Es wird sicher nicht die Endhaltestelle im künstlerischen Prozess von Wasser gewesen sein, in dem sich die Biographie der Musikerin immer wieder abspiegelt, ohne sich dabei allzu sehr in den Vordergrund zu drängen. Fast zum Verlieben.

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