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Alpines – Another River – Wie aus einem zähen Guss

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Understatement, Konformität, Gleichklang – oder wie Homer Simpson sagen würde: Laaaangweilig. I’m sorry, aber obwohl Alpines bereits mit The Naked And Famous, Emeli Sandé und Florence + The Machine auf Tour waren, scheine ich die Kunst ihrer Musik nicht so recht für mich entdecken zu können. Ein Lied klingt wie das andere, plätschert dahin wie eine klebrige Masse, macht es schwer, Variationen ausfindig zu machen.

Auch wenn das neue Album „Another River“ zwischen verschiedenen Musikstilen hin- und herswitcht und es Alpines teilweise gelingt, sie zu einem neuen, ihrem eigenen Stil zu verschmelzen, ist dieses zweite Album insgesamt doch sehr poppig, sehr vorhersehbar und etwas eintönig.

Das seit 2011 bestehende Londoner Duo setzt sich aus Bob Matthews und Catherine Pockson zusammen, deren zarte Kopfstimme mal kräftiger, mal zitternd durch die glattpolierten Songs erklingt. Wenn auch emotionsgeladen und leidenschaftlich, so scheint sie mich nicht berühren zu können.

Vielleicht liegt es daran, dass „Another River“ technisch sehr perfekt rüberkommt, zu perfekt. Denn dass das Album wie aus einem Guss geformt scheint, das kann man ihm nicht absprechen. Es lässt sich an einem Stück durchhören, ohne dass man dabei einmal aufhorcht, weil irgendetwas stört oder irgendetwas verändert klingt. Schade. Ja, „Another River“ ist leider nicht der originellste Guss.

Stärken zeigt das Album immer da, wo der softe R’n’B-Sound von elektronischen Breaks vorangetrieben wird, wo es von Drum’n’Bass-Rhythmen unterlegt ist oder wo der Drop einen dann doch kurz wachrüttelt. Wie zum Beispiel in der veröffentlichten Single „Completely“ – einem der stärksten Songs auf „Another River“ oder wie in „Motionless“, dem vierten Track des Albums, welcher auch namengebend für das Album hätte sein können, kommt es doch insgesamt wenig bewegend und ziemlich „motionless“ daher: „Breaking down no boundaries“ eben.

Verglichen mit ihrem letzten Album „Oasis“ experimentieren Alpines dieses Mal zwar mit neuen Sound-Schichten und Mashups. Doch experimentieren allein reicht eben nicht, ein bisschen mehr Mut und Non-Konformität hier und da hätten einem soliden „Another River“ sicherlich gut getan.

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