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Man kann nicht alles in die Waagschale werfen – Flo Morrissey und Matthew E. White im Interview

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Die Geburtsstunde, in der die Zusammenarbeit zwischen Matthew E. White und Flo Morrissey ihren Ursprung hat, führt zurück ins Jahr 2015. Damals stolperte Matthew über einen The Guardian-Artikel, in dem sein zweites Studioalbum „Fresh Blood“ näher beleuchtet wurde. Auf derselben Seite wurde auch über Flo Morrisseys Debütalbum „Tomorrow Will Be Beautiful“ berichtet. Matthew las auch diesen Artikel und war begeistert. Knapp ein Jahr später stehen die beiden Goldkehlchen gemeinsam im Studio und werkeln an ihrem ersten Kollabo-Werk namens „Gentlewoman, Ruby Man„. So schnell kann’s gehen. Kurz vor der Veröffentlichung des Albums im Januar 2017 trafen wir uns mit Matthew und Flo zum Sechsaugengespräch und plauderten über künstlerische Offenheit, ellenlange Songlisten und Zukunftspläne.

MusikBlog: Flo und Matthew, vor zwei Jahren kanntet ihr euch noch gar nicht. Jetzt macht ihr bereits Promo für euer erstes gemeinsames Album „Gentlewoman, Ruby Man“. Allem Anschein nach greift bei euch ein Rädchen ins andere. Ist dem so?

Matthew E. White: Ja, das kann man so sagen. Wir haben uns zwar nicht gesucht, aber irgendwie trotzdem gefunden. Manchmal ist es so im Leben. Und wir sind dankbar dafür. Es läuft wirklich super. Das Kennenlernen, die Zusammenarbeit im Studio, das Album: Alles passt.

Flo Morrissey: Das liegt bestimmt an unserem guten Karma. (lacht)

Matthew E. White: Bestimmt. (lacht)

MusikBlog: Vielleicht liegt es aber auch an einer grundsätzlichen künstlerischen Offenheit. Wie wichtig war es für euch, vom jeweils anderen etwas zu lernen?

Flo Morrissey: Ich denke, dass diese Bereitschaft ein ganz wichtiger Faktor ist, wenn man mit jemandem zusammenarbeiten will, den man noch nicht kennt. Wenn man nicht offen ist, kann so eine Kooperation schnell nach hinten losgehen.

Matthew E. White: Ich habe schnell gemerkt, dass Flo diesbezüglich genauso tickt wie ich. Als ich vor zwei Jahren ihr Debütalbum gehört habe, wollte ich unbedingt mit ihr Kontakt aufnehmen. Wir haben uns dann eine Weile Mails hin und her geschrieben. Irgendwann haben wir dann Nägel mit Köpfen gemacht. Ich glaube, wenn sich einer von uns während dieser Zeit eingeengt gefühlt hätte, würden wir heute nicht dieses Interview geben. Man muss sich bei einer Zusammenarbeit auch zurücknehmen können. Am besten, man bringt nur das Beste von sich selbst mit ein. Dann bleibt noch genug Raum für den Anderen. (lacht)

MusikBlog: Matthew, auf dem Album sind keine Streicher und keine Bläser zu hören…

Matthew E. White: Ja, das stimmt. Mit dem Besten von mir scheine ich also Anderes zu meinen. (lacht) Nein, im Ernst: Man kann natürlich nicht alles in die Waagschale werfen. Es ist wichtig, dass man eine funktionierende Balance findet. Das war, denke ich, auch die größte Herausforderung für uns beide. Was passt? Was stört eher? Dieser Findungsprozess war unheimlich wichtig. Letztlich ist es auch das, was die Platte so besonders für mich macht. Also Solokünstler mache ich sonst immer mein eigenes Ding. Diesmal war es wichtig, jemandem zu vertrauen.

MusikBlog: Flo, was war für dich die größte Herausforderung?

Flo Morrissey: Oh, die Tatsache allein, mit jemandem wie Matthew zusammenarbeiten zu dürfen, bereitete mir Gänsehaut. Als wir dann zusammen im Studio waren, und alles so gut klappte, war das Gefühl, der Herausforderung vielleicht noch nicht gewachsen zu sein, völlig vom Tisch. Alles lief wunderbar. Nicht einmal bei der Tracklist kam es zu längeren Diskussionen. Es war wirklich ein sehr entspanntes und unheimlich inspirierendes Arbeiten.

MusikBlog: Apropos Tracklist: Wie kommt man denn bei einem Coveralbum am schnellsten auf einen gemeinsamen Nenner? Mir kam zu Ohren, dass ihr mit einer Songliste angefangen habt, die über 700 Songs umfasste. Stimmt das?

Matthew E. White: Ja, das war eine ganz schön lange Liste. Aber es ist doch so: Wenn man viele Songs zur Auswahl hat, wird die Auslese am Ende einfacher. Das klingt vielleicht komisch. Aber es ist so. Schwieriger wird es, wenn man zehn Songs aufnehmen will, aber nur zwanzig mögliche Tracks zur Auswahl hat. Da wird dann richtig diskutiert. Das war bei uns, zum Glück, nicht der Fall. Als wir die Liste durchgegangen sind, saß Flo in Paris und ich war in Richmond. Wir haben die Liste immer wieder hin und her geschickt. Und jedes Mal wurde sie kleiner. Das Schöne daran war: Das Ganze lief irgendwie völlig automatisch. Wir haben uns immer für dieselben Songs entschieden – egal, ob wir sie dabei, oder nicht dabei haben wollten. Und irgendwann hatten wir dann unsere zehn Favoriten.

MusikBlog: Was viele eurer Fans jetzt natürlich noch besonders interessiert, ist die Frage: Wie geht’s nach dem Release weiter? Werdet ihr das Album auch gemeinsamen live vorstellen? Und könntet ihr euch vorstellen noch ein zweites Duett-Album aufzunehmen?

Flo Morrissey: Da haben wir natürlich auch schon drüber gesprochen. Wir haben aber auch gemerkt, dass momentan alles noch sehr frisch und aufregend ist und wir uns, bezüglich einer Fortsetzung nicht unter Druck setzen lassen wollen. Grundsätzlich ist es aber so, dass wir uns eine Fortführung sehr gut vorstellen können.

Matthew E. White: Wir werden jetzt erst einmal die Veröffentlichung des Albums abwarten. Danach werden wir im Februar in London, Paris, Richmond und New York Konzerte geben. Vielleicht kommen wir im nächsten Sommer auch noch für einige Festival-Auftritte nach Europa. Das steht aber noch in den Sternen. Wir lassen es ganz entspannt angehen und schauen einfach, was die Zeit bringt.

Flo Morrissey: Und wir haben natürlich auch noch unsere eigenen Sachen am Laufen. Matthew arbeitet bereits an seinem neuen Studioalbum. Und auch ich beschäftige mich mit meinem zweiten Album. Wir müssen also gucken, dass wir das irgendwie alles unter einen Hut bekommen. Im Moment genießt aber das Hier und Jetzt Priorität. Und das erleben wir gemeinsam.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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