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Circa Waves – Different Creatures – Gitarrengewitter aus Großbritannien

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Es ist nie verkehrt, das eigene Bandimage mit einem populären Fan-Name-Dropping aufzuhübschen. Noch besser ist es, sie gleich und deutlich sichtbar in die mediale Präsenz einzubauen.

Das haben sich wohl auch Circa Waves gedacht, als sie „Game of Thrones“-Star Isaac Hempstead Wright via Twitter baten, in ihrem neuen Musikvideo zu „Fire That Burnes“ mitzuspielen. Und zack – der junge Fan sagte zu. Heraus kam ein Video, dass neben Starkult und Gruselfaktor auch Einiges an Gewitztheit und Komplexität zu bieten hat. Wenngleich die Darstellung abgründiger Charaktere nichts Neues für Circa Waves ist – so z.B. schon 2014 mit dem Video zu „Young Chasers“ geschehen – der Clip zeigt: Bei den Jungs aus Großbritannien hat sich kräftig was getan.

Und das ist kein Wunder. Seit ihrer Gründung 2013 hat die Band einige Touren hinter sich, unter anderem mit Bands wie The 1975 und The Libertines. Hat gemerkt, was ankommt, was sie wollen und wohin sie wollen: auf die großen Festivals nämlich.

Um das zu erreichen, sollte das neue Album größer werden, weiter. Statt bei der Verhandlung von Themen wie Zurückhaltung oder Verletzungen zu bleiben, steht im inhaltlichen Zentrum von „Different Creatures“ das Loslassen und Freisein. Die Scheibe kommt mit einem satten, warmen Gitarrengewitter daher, das sich vor allem in den ersten drei Titeln entfaltet („Wake Up“, „Fire That Burns“ und „Good Bye“).

In Letzterem zeigt sich: Die Stimme des Sängers Kieran Shudall kann nicht nur düster und laut, sondern auch fein, fast zerbrechlich. Und tatsächlich werden die Songs von dort an Track für Track ein bisschen weniger mächtig, ein bisschen mehr nachdenklich und auch vor Geigen wird da nicht gescheut („Out On My Own“).

„Different Creatures“ zeigt sich angesichts seiner für das Album titelgebenden Funktion außergewöhnlich zurückhaltend. Könnte aber einer der Songs werden, der die Band ihrem Traum, Festival Headliner zu werden, ein Stückchen näher bringt. Klingt nach Sonne, Wiese, einem Bier in der Hand, nach ein bisschen Tanzen und gerade so viel Melancholie, dass sie mit dem nächsten und flotteren Song („Crying Shame“ z.B.) wieder vertrieben werden kann.

„Love’s Run Out“ als ruhiger, akustischer Song setzt einen Akzent und lässt das breite Potenzial erahnen, mit dem die Band daher kommt. Mit ihm könnte die Scheibe dann auch perfekt abgerundet ausklingen.

Tut es aber nicht. So fällt es den restlichen Stücken schwer, den Spannungsbogen zu halten. Und das ist schade, denn vor allem mit „Stuck“ stünde dort noch ein Titel, der zum Mitfühlen und Mitgröhlen einlädt.

An der Albumkonzeption könnte Circa Waves also noch ein bisschen feilen. Live zündet die Band aber alle mal!

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