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Grossstadtgeflüster – Live im Astra, Berlin

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Ein Wunder, dass das Astra in Berlin noch steht. Grossstadtgeflüster haben dort gestern ihren ausverkauften „Fickt-Euch-Allee“-Tourabschluss gefeiert und zogen alle Register – von Knicklichtern bis Konfetti und Yeah.

Den Abend durfte Pensen Paletti mit seiner „Bumm Guitar“ eröffnen. Diese besondere Gitarre ersetzte, durch geschickt verbaute Elektronik, eine ganze Band. Der Hamburger, der auch Teil von Monsters Of Liedermaching ist, brachte das Publikum mit seinem Pennälerhumor und seinen deutschen Texten zum Lachen, Mitsingen und Mitklatschen.

Um kurz nach Neun erklangen dann die ersten Töne von „Ufos Überm Fernsehturm“. Bumm, Grossstadtgeflüster enterten die Bühne, die Scheinwerfer flackerten wild und die Leute drehten durch.

Jen Bender, Frontfrau und Sängerin der Band, hat eine ungeheure Energie und Bühnenpräsenz. Die Frau in labbriger Jogginghose („Extra für heute für`n Fünfer gekauft“), ausgeleiertem Oberteil, Bauchtasche und wenig akkurat rasierten Achseln, fesselte. Sie machte die Ansagen, hatte die coolen Moves drauf und eine richtig gute Stimme.

Jen Bender ist die personifizierte Rotzigkeit Berlins. Das bestätigte sie auch im Musikblog Interview mit den Worten: „Wir sind grundsätzlich keine wütenden Menschen, wobei ich gerne mal patzig oder angefressen bin.“

„Ich rollator mit meim Besten“ ist ein großartiger Song und war die Nummer zwei auf der Setlist. Es ist eine Persiflage auf „Ich Rolle Mit Meim Besten“ von Haftbefehl. Es geht darin um die schwindenden Partyenergien in steigendem Alter wie Jen Bender sang: „Heute drei Tage wach und dann 12 Tage schwach“.

Alle Songs der „Ich boykottiere dich (Episode 2)“-EP wurden hart gefeiert. Bei „Über Uns Die Sterne“ hielten Keyboarder Raphael Schulz und Jen Pappschilder hoch, auf denen „WAS“ und „GEIL“ stand.

Was man bei diesem Konzert wieder merkte: Auch bei Elektrobands lohnt es sich immer, einen (Live-) Schlagzeuger zu haben, der ertrommelte Beat ging in den ganzen Körper, Chriz Falk machte einen ziemlich guten Job.

Die Show von Grossstadtgeflüster war gespickt mit passenden Gimmicks, die auch ordentlich bejubelt wurden: Beim Gitarrensolo von „Fickt-Euch-Allee“ wurde ein lebensgroßer Slash aus Pappe auf der Bühne wild hin und her gerollt. Bei „Konfetti und Yeah“ wurden übergroße, mit Konfetti gefüllte Ballons ins Publikum geworfen.

Nein, gespart wurde an diesem Abend nicht: Jen hat zum ersten Mal Kontaktlinsen getragen, damit sie die Konzertbesucher und die Setlist gut sehen konnte. „Da ick`s nich so dicke hab, trage ich in beiden Augen dieselbe Stärke, obwohl ich zwei verschiedene bräuchte. Is`n bisschen wie´n Trip“. Dit is Punk, wa?!

Knicklichter warf das Trio spendabel in die Menge, Konfettikanonen wurden abgefeuert und bei „Ich muss gar nix“, dem letzten Song vor der Zugabe, übertönte der Fangesang beinahe die Anlage. Wer nach der Zugabe immer noch nicht nach Hause wollte, konnte die Band am Merch-Stand treffen.

Besser als mit diesem fulminanten Tourabschluss von Grossstadtgeflüster hätte man kaum ins Wochenende starten können.

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