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Lisa Mitchell – Warriors – Sanfte Kriegerin

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Lisa Mitchell sieht nicht unbedingt aus wie eine Sängerin, die zu sehnsüchtig ist, um keine lieblichen Popsongs zu schreiben oder zu klug, um sich dem Formatradio anzubiedern. Sie macht auf dem Cover ihres drittes Albums „Warriors“ viel eher den Eindruck einer gestandenen Schauspielerin, bereit, neben der Superwoman auch den Bösewicht zu geben.

Der Titel der Platte verstärkt diesen Eindruck, nur die Songs halten dem Empfinden nicht stand. Wenn überhaupt, ist Lisa Helen Mitchell eine sanfte Kriegerin, die sich im titelgebenden Track mit zart schmelzender Stimme an Kindheitserinnerungen abarbeitet oder mit „The Boys“ im Auto durch die Vorstadt cruist.

Sie baut auf Einklang statt Konfrontation und nennt ihre Songs schon mal „I Remember Love“, „What Is Love“ oder „Love, Death“. Das klingt bisweilen genau so überzuckert, wie es sich liest, ist aber von solch unverschämt liebreizender Melodie-Seeligkeit, dass Widerstand zwecklos scheint.

Im Vergleich zu früheren Alben traut sich die Australierin mit ihren Folk-Pop-Stücken zunehmend weiter in elektronische Gefilde, wo es sachte pluckert und diesige Beats der Naivität abhelfen. Ihre außergewöhnliche Stimme überwindet dann immer häufiger die pueril-studentische Unschuld von Boy und steht den Stimmen der Casady-Schwestern von CocoRosie nahe.

Diese Kurskorrektur beschreibt sie in „Josephine“ selbst am besten. Mit leicht weggetretener Stimme singt sie „Josephine I need to hear the symphony/ Today I can’t quite hear the beat/ And I need those violence to take me underneath“ – einer der besten Momente des Albums. Mit reduziertem Piano und sparsamer Gitarre gefällt sich das Stück wie durchsichtiges Quellwasser.

In der Heimat ein Chartgarant, ist sie hierzulande vor allem mit ihrem Song „Neopalitan Dreams“ aus der EP „Welcome To The Afternoon“ in Erscheinung getreten, der in zahlreichen Werbespots zum Einsatz kam, und den Lena Meyer-Landrut für „Unser Star für Oslo“ coverte.

Die Songs der neuen Platte haben genug Pop und Qualität, um mindestens diesen Erfolg zu wiederholen. Ob man so viel Sweetness aber auf Dauer in der Hot-Rotation haben möchte, steht auf einem anderen Blatt.

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