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Mister And Mississippi – Mirage

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Tapetenwechsel im Hause Mister And Mississippi. Die Wandverkleidungen auf den Alben eins und zwei waren mit Neo-Folk-Applikationen verziert, diese Motive sind nach Abschluss der Renovierungsarbeiten nicht mehr zu sehen.

Vor dem Eindruck früherer Live-Auftritte, deren Energetik nichtgängigen Folk-Vorstellungen entsprach und das Quartett dabei ausgiebig dem Shoegaze frönte, könnte jetzt Raufaser als Raumdeko erwartet werden.

Der Trend zur Innenausstattung in Utrecht, wo die Band im Rahmen eines Hochschulprojekts das Licht der Studiowelt erblickte, tendiert jedoch in Richtung Elektro-Pop mit Hang zum New-Wave. Womit die Musiker ihren Angaben zufolge nicht nur ein neues Kapitel ihrer Historie aufschlagen, sondern sich gleich ans Buchformat wagen wollen.

Der Opener „Wolfpack“ kommt dabei über die Funktion des Vorworts nicht hinaus. Mit schlingernder Gitarre voraus dreht der Song etwas orientierungslos seine Runden zwischen Princess Chelsea und Alphaville. Diesen Eindruck kann auch das durch virtuelle Realitäten geisternde „Lush Looms“ im Anschluss nicht wettmachen.

Erst wenn Produzent Simon Akkermans im starken „The Repetition Of Being Alone“ schwermütige Synthieteppiche unter melancholische Gitarrenthemen mischt, dunkle Drums und ein brummender Bass die klaren Vocals begleiten, füllen sich langsam die Seiten.

Mit der Mehrung an Beats gewinnt das Album an Fahrt. Das gefällige Titelstück nähert sich klanglich dem, was die Band im Tourbus gern hört: The Cure, The Smiths und andere Helden der 80er. Die eigentliche Inspiration der Platte liegt jedoch woanders.

Aus der Liebe zu Science Fiction schöpften die Musiker ihre Ideen: So wie das Cover dies visualisieren soll, ist Kubricks „HAL9000“ als Sinnbild dafür in einem Song untergebracht. „Pulsar“ stößt dann endgültig ins Habitat sphärischer Klänge vor und erzeugt mit „Vices/Virtues“ und den beiden Teilen von „Interstellar Love“ eine Dream-Space-Sound Symbiose.

Hier sind dann von Austra über Warpaint alle Werkzeuge von Akteuren mit an Bord, die gegenwärtig die alternative elektronische Klangerzeugung dominieren.

Das stille „Replicants“ erdet schließlich die Raumkapsel. Ein ganzer Roman ist „Mirage“ nicht geworden, eher eine Kurzgeschichte. Ein Stück von der Weltliteratur entfernt, aber gut unterhaltend allemal.

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