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Erasure – World Be Gone

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Stundenlang hätte man Andy Bell zusehen können, wie er 1994 im Video von „Always“ seiner Prinzessin die Haare kämmte. Allerdings hatte es sich spätestens zwei Platten später (nach „Erasure“ und „Cowboy“) ausgekämmt, sich das Interesse an Erasure weitestgehend verflüchtigt.

Auseinander ging das Duo nicht, experimentierte mit Ambient und Akustik-Klängen, veröffentlichte regelmäßig. Es ging langsam etwas bergauf, wirklich verkaufen lassen wollten sich trotzdem nur ihre Best-Of Platten.

Die clubbige 2014er „The Violet Flame“ machte da keine Ausnahme, jetzt wenden sich Vince Clark und Andy Bell auf dem inzwischen 17. Album alten Stärken zu: Pop zwischen Melodie, Pathos und Kitsch.

Mit dem Einsteiger „Love You To The Sky“ nehmen dich der Depeche Mode-Gründer und sein einst per Zeitungsanzeige rekrutierter Sänger mit auf eine Zeitreise vollmundiger Referenzen an die Periode ihrer großen Erfolge. Erinnerungen an „Ship Of Fools“ oder „Blue Savannah“ machen den Song, wie weite Teile des Albums, zu einer vorhersehbaren, trotzdem nicht ununterhaltenden Angelegenheit.

Wenn Bell dabei, stimmlich beieinander wie auf dem Höhepunkt der Karriere, zum Klavier die auf dunklen Wellen schaukelnde Welt in „Be Careful What You Wish For“ besingt, verpasst er der Musik eine Schattierung, mit der man die Briten nicht zwingend in Zusammenhang bringt.

Synthie- und Sequenzervirtouose Vince Clarke hingegen lässt keinen Zweifel an seinen Ausnahmefähigkeiten in Sachen Arrangements, erzeugt atmosphärische Klangbögen mit hintergründigen Beats und fällt dabei selten hinter die selbst gesetzten Standards zurück.

Wer in den Achtzigern seine erste Kontaktaufnahme mit Musik hatte, wird Soundschnipsel von seinem Erfolgsprojekt Yazoo genauso erkennen wie solche von Human League oder den Pet Shop Boys, die Erasure besser stehen als der Ethno-Background von „A Bitter Parting“.

„World Be Gone“ ist ein Album frei von verkrampfter Neuerfindung, mit dem Erasure die Leichtigkeit des Synthie-Pop hoch leben lassen. Das gerät zwar manchmal arg klebrig, platziert mit „Lousy Sum Of Nothing“ oder dem Titelsong allerdings auch wieder Hymnen für die sentimentalen Momente des Lebens.

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