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Nick Cave And The Bad Seeds – Lovely Creatures – The Best Of 1984 – 2014

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Dreißigjähriges Dienstjubiläum von Nick Cave And The Bad Seeds und damit Gelegenheit, Großtaten neu aufzulegen. Wie bei der 2003er Best-Of stellte der Bandleader gemeinsam mit Mick Harvey, der bis zu seinen Abschied die Bad Seeds maßgeblich prägte, die Auswahl zusammen.

Da die Platte bereits vor der letztjährigen erscheinen sollte ist von „Skeleton Tree“ nichts dabei, aber die restlichen 15 Studioalben enthalten auch so jede Menge Highlights, je nach gewählter Version gibt es bis zu 45 Songs. Erhältlich ist eine 2CD-Basisausgabe, ein Upgrade mit einem weiteren Tonträger und DVD sowie die Super Deluxe Edition, die mit Buch samt unveröffentlichten Fotos angeboten wird.

Alle Meilensteine sind an Bord. Vom grollend-grimmigen Post-Punk-Blues der ersten fünf Platten, mit denen der aus der goldenen Generation australischer Musiker (zu denen außer den meisten Gründungsmitgliedern der Bad Seeds u.a. auch Rowland S. Howard und Simon Bonney gehörten) stammende Nick Cave die Indie-Gemeinde aufmischte, hin zu den Ohrwürmer von der alttestamentarisch geprägten „The Good Son“- für nicht wenige eines der besten Alben aller Zeiten.

Es finden sich die von einem brasilianischen Straßenmusiker inspirierten Songs von „Henry`s Dream“ neben den bis dahin nicht in dieser Intensität raunenden Männerchöre, die hinter dem gewagten Albumcover der „Let Love In“ zum Vorschein kamen.

Neben den „Murder Ballads“, die nach Dafürhalten des Meisters die humorvollsten Bad Seeds Songs enthielt, bekommt die introvertierte Auseinandersetzung mit dem neuen Testament auf „The Boatman’s Call“ ihren Platz.

Dem folgten die von Gospel-Einflüssen und Warren Ellis‘ Violine geprägten Beiträge der Nuller-Jahre bis zum reduzierten Klang des überzeugenden Spätwerk „Push The Sky Away“.

Ob die ausgewählten Titel nun für jeden Fan genau die „Lovely Creatures“ sind wie für die Protagonisten, oder ob man mit jedem musikalischen Winkelzug in der langen Karriere der Band einverstanden war, ist nicht wichtig. Die Sammlung bietet die Gelegenheit, in den eigenen Erinnerungen zur Musik des Mannes, der über Jahre nur in seinem Anzug zuhause schien, zu kramen.

Beim Autor, dessen musikalische Sozialisierung nicht unwesentlich mit Nick Cave verbunden ist, bleibt die unvergessliche erste Live-Begegnung mit den Bad Seeds im Mai 1990, Berlin, altes Tempodrom und die noch bis heute nachwirkende emotionale Wucht dieses Auftritts präsent. Bei anderen war es vielleicht das Entdecken lebensbejahender Energie am Grund der Melancholie oder die stille Freude, Kylie Minogue endlich offiziell Klasse finden zu dürfen.

Gut, dass mit Hilfe seiner Band die kreative Kraft in ihm nach dem traumatischen Verlust seines Sohnes nicht erloschen ist.

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