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San Cisco – The Water – The Kids are Cool

San Cisco ist eine dieser quietschbunten Indie-Pop-Bands. Ihre Musik soll Spaß machen, einfach so. Kommt ohne großen Bedeutungsanspruch daher und ohne komplizierte musikalische Strukturen.

Da erscheint es programmatisch, dass schon der Name der 2009 gegründeten Band ausgewählt wurde, weil er schlichtweg nichts bedeutet. Ursprünglich schmückte sich die Band aus High School-Freunden mit dem Namen „King George“. Erst auf Anraten von Freunden, so die Mär, sei die Wahl auf den heutigen Namen gefallen. Frei von historischer Referenz, lässt der dem Bandimage eine Menge Spielraum.

Den füllen die jungen Australier*innen frisch und munter herausgeputzt. Und über allem, den Videos wie der Musik, scheint ein heller, freundlicher Farbfilter zu liegen.

Auch wenn die Gründung der Band schon etwas zurückliegt, kokettieren San Cisco nach wie vor mit dem Image sonniger Teenager der australischen Westküste. So erzählen auch die Lyrics überwiegend von zwischenmenschlichem Schnickschnack, der mal mehr, mal weniger lustig die ganze Bandbreite vom gemeinsamen Feiern bis hin zum Nichtmehrzusammensein absteckt.

Wie man es von den ersten beiden Scheiben “San Cisco” und “Gracetown” kennt, klingen die Beats den Inhalten zum Trotz gewohnt flott und fröhlich. Sobald die Platte startet, kann es kein Halten mehr geben. Der Kopf beginnt zu wippen, ja, man sieht sich förmlich eine flotte Sohle aufs Parkett legen, und zwar sofort.

Ein Effekt, der sich allerdings bald verflüchtigt, denn der musikalische Duktus bringt während der zehn Tracks keine maßgeblichen Abwechslungen mit sich. In der Sammlung des Albums nutzt sich das schmissige Hoppeldipoppel bald ab. Ein bisschen weniger Coolness und ein bisschen mehr Tiefe wären da sicher nicht verkehrt gewesen.

Das soll nicht heißen, dass San Cisco – in Maßen genossen – nicht ganz und gar dufte sein können. Schließlich hat “The Water” mit den bereits erschienen Titeln “Hey Did I Do You Wrong” und “SlowMo” bewiesen, dass es tolle Singels zum Auskoppeln liefert. Nur fehlt es dem Album im Ganzen an Prägnanz, um im bunten Bällebad des Indie-Pops eine hervorstechende Position einzunehmen.

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