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Dispatch – America, Location 12

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Zwei hemdsärmelig, einer nackt. Das Cover der neuen Dispatch-Platte zeigt das Trio aus Boston in ungewohnt aufreizender Posse. So frivol, wie das hier aussieht, klingen die Indie-Wohltäter mit eigener Zeitrechnung nicht ganz. Sie legen bei aller Harmonieseligkeit aber den Finger in die richtigen Wunden.

Die Band um Frontmann Chad Urmston, der den meisten als Chadwick Stokes bekannt sein dürfte, ist diesseits des Atlantiks nie wirklich an den Status herangekommen, den sie in der Heimat genießt.

Die dreitägige Benefizveranstaltung im New Yorker Madison Square Garden 2007, als Dispatch drei aufeinanderfolgende Konzerte zu Gunsten von Simbabwe ausverkauften und ihr Abschiedskonzert 2004 (wegen zwischenzeitlicher Auflösung) mit 110.000 Besuchern, zählen bis heute zu den größten Konzertereignis einer Indieband überhaupt.

In Europa sind sie eher ein Fall für Kenner. Das dürfte sich auch mit ihrem sechsten Studioalbum kaum ändern. Dafür stromern die neuen Songs zu unspektakulär ihrer Wege.

Die hübschen Melodien von „Curse + Crush“, „Begin Again“ oder „Rice Water“ setzen sich aber mit jedem Hören tiefer im Unterbewusstsein fest, bis im Kopf nur noch „Your eyes, they shine from somewhere else“ umher zwitschert.

Dass es Bassist Pete Francis Heimbold auf Grund von Depressionen gar nicht mal so gut geht, ist „America Location, 12“ nicht anzuhören.

Unter der harmonischen Folklore zwischen Simon and Garfunkel, Crosby, Stills, Nash & Young und einer leichten Indie-Prise verstecken sich aber auch die Zeichen der Zeit: We don’t ever need rice, like we don’t need water […] we don’t ever need guns, but they love their wars“.

Für den Vorgänger „Circles Around The Sun“ ließen sich Dispatch ganze 12 Jahre Zeit. Für „America Location 12“ jetzt immerhin nur 5. Die Platte kommt keine Sekunde zu früh.

Und auch wenn das hier keine Offenbarung ist, gibt es doch deutlich mehr zu hören, als nur grundsoliden Indie-Folk. Das sollen die Fleet Foxes mit ihrem neuen Album erstmal nachmachen.

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