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Tindersticks – Minute Bodies

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Timelapse und Makroaufnahmen sind Standardverfahren heutiger Cinematographie. Zu verdanken haben wir sie indes einem eher der Vergessenheit anheim gefallenen Filme schaffenden Pionier: dem britischen Naturfilmer Frank Percy Smith.

Seine Anfang der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts autodidaktisch entwickelten Filmtechniken sind Inspirationsgrundlage für den neuesten cinematisch-musikalischen Output der britischen Chamber-Pop-Virtuosen Tindersticks.

Seit 1993 wandeln Stuart A. Staples und seine Band auf den leise tretenden Pfaden hochgradig beglückender Melancholie. Dabei hat sich schon vor langer Zeit die den Tindersticks sehr zu eigene, ganz spezielle Kompatibilität zum Film herausgeschält. So entstanden im Laufe der letzten Jahre einige Soundtracks, aber auch eine musikalische Untermalung einer filmkünstlerischen Museumsaustellung.

Nachdem das letzte – formidable – Tindersticks-Album, „The Waiting Room“, zu jedem Stück ein Musikvideo bekam und man beides im Ganzen, mit Musik und Bewegtbild, in ausgewählten Konzerten, vorzugsweise in großräumigen Theatern, vorführte, heißt der nächste Schritt „Minute Bodies: The Intime World Of F. Percy Smith“.

Hier kuratiert Stuart A. Staples Aufnahmen Smith’s und fügt sie zu der Musik seiner Band ein. Oder umgekehrt? „Minute Bodies“ ist kein reguläres Tindersticks-Album, es ist rein instrumental und kommt ohne Staples so tragende Gesangsleistung aus. Und es funktioniert nicht ohne den cinematischen Teil.

Da mir dieser noch nicht vorliegt, kann eine vollständige Einschätzung von „Minute Bodies“ hier nicht erfolgen. Eins ist jedoch gewiss: Ohne Gesang, ohne klassische Songstrukturen ist die Musik hier eher Teil des Filmischen, als umgekehrt.

Und wer die Tindersticks kennt weiß, dass sie keine halben Gefühlssachen machen. Auch hier werden Melancholie, Stille, Zerbrechlichkeit und Zartheit eine Sprache gefunden haben, nur eben eine, die zwingend im Verbund mit den Bildern zu erfahren ist.

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