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Waxahatchee – Out In The Storm

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Das vierte Album der Do-It-Yourself-Indie-Rockerin Katie Crutchfield aus Alabama ist eine kleine Reifeprüfung.

Mit ihrem Zweitwerk „Cerulean Salt“ vor vier Jahren, nahm man Waxahatchee erstmals als Solokünstlerin war. Zuvor rockte sie recht power-poppig mit ihrer Zwillingsschwester Allison in P.S. Eliot.

Aber erst mit dem 2015er Werk „Ivy Tripp“ wurde die Indie-Gemeinde vermehrt auf Waxahatchees energiegeladen weiblichen College-Rock aufmerksam.

Folgerichtig nimmt sich mit John Agnello (Sonic Youth, Dinosau Jr.) nun ein waschechter Star-Produzent der Indie-Szene der Endzwanzigerin und ihres Sounds auf „Out In The Storm“ an. Und das hört man jede Sekunde. Der Do-It-Yourself-Charme ist Waxahatchee abhanden gekommen, vorbei die Zeiten der Schlafzimmer-Aufnahmen und Bandcamp-Releases.

Agnello verschafft Waxahatchee ein professionelleres Gewand. Mit Overdubs und gedoppelten Gesangsparts entschwebt dieser Indie-Rock seiner früheren Gnarzigkeit. Was Katie Crutchfields Sound dazugewinnt, ist fachmännische Vielschichtigkeit. Es wird nicht mehr nur geschrammelt.

„Out In The Storm“ kennt auch Laut-Leise-Parts, erwachsen gewordenes Innehalten, dramaturgisches Durchatmen für die Vollgas-Nummern. So stehen sich ruhigere Stücke wie „Recite Remorse“, „8 Ball“ und „Sparks Fly“ guten alten Waxahatchee-Nummern wie „Never Been Wrong“ gegenüber und schaffen ein halbgares Endprodukt.

Ein Album, welches mit dem alten Sound ein wenig, aber nur ein wenig, abzuschließen und gleichzeitig Neues zu etablieren versucht: Waxahatchee als mehr als nur ein aufgedrehtes Indie-Rock-Stimmchen, als erwachsene Künstlerin.

Geht so weit eigentlich in Ordnung, wenn das entscheidende Kriterium nicht enttäuschen würde: Die Qualität von Waxahatchees Indie-Rock ist leider allzu medioker und ganz und gar nichts Besonderes.

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