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Angelo De Augustine (Credit Inma Varandela)

Angelo De Augustine – Swim Inside The Moon

28 Minuten intimer, puderzucker-leichter Do-It-Yourself-Folk sollen ein Album sein? Dann muss Herr Augustine aber auch mit kurz gehaltener Beurteilung leben.

Allein und analog irgendwo in Kalifornien. Angelo De Augustine hat ein Stein im Brett von Sufjan Stevens (der mithalf, ein kleines Musikvideo von Herrn Augustine zu illustrieren) und durch seine Herkunft als Sohn einer Sängerin scheinbar auch noch bei anderen Menschen im Musikbusiness.

Anders ist es kaum zu erklären, wie diese recht nichtssagenden nächtlich-einsamen Aufnahmeversuche in der eigenen Butze es geschafft haben, professionell vertrieben zu werden (allerdings auch wieder mit Sufjans Hilfe über dessen Label Asthmatic Kitty Records).

Nicht, dass sich Angelo De Augustine irgendwelcher popmusikalischer Verbrechen schuldig machen würde auf seinem viel zu kurzen Debüt „Swim Inside The Moon“. Zauselbehaart und fusselbärtig bekommen wir hier einfach den x-ten butterweichen Intim-Folk, der die ganz großen Gefühle, mit den ganz leisen Tönen evozieren will. Der Wille zum Kleinlauten ist hier so groß, dass man wütend wird.

Und diese ach so einmalige Idee, mit der das Album angepriesen wird: Von wegen, der gute Mann habe in seiner Badewanne aufgenommen, weil’s da so schön hallt: oh, come on!

„I noticed that when you sing off a reflective surface you hear two voices. I was compelled to isolate that voice and bring it more to the front of the songs because in many ways I feel more connected to and comforted by that voice following me”.

Wenn sich Herr Augustine unbedingt um sich selbst drehen will, wozu braucht er dann ein Publikum?

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