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Lali Puna – Two Windows

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„Es Muss Im Leben Mehr Als Alles Geben.“ Auf dieses Kinderbuch von Maurice Sendak nimmt der erste Titel von Lali Punas neuem Album „Two Windows“ Bezug. „You got two windows and a pillow. So what do you want?“ heißt es darin.

Eine Frage auch für all jene, die zum Stillstand gekommen sind, sich nicht mehr bewegen oder es noch nie getan haben, weil eben alles bequem, vermeintlich sicher und schön warm ist. Ein Weckruf, ausgerufen im Elektro-Popgewand von Valerie Trebeljahr, dem Kopf von Lali Puna.

Nach der schon fast obligatorischen Pause biblischen Ausmaßes kommt nun nach sieben Jahren wieder ein Album, das mittlerweile fünfte. Eines ohne den Einfluss von The Notwist, denn Trebeljahr hat sich musikalisch und privat von Markus Acher getrennt.

Die musikalische Abnabelung tat gut. Dafür geben sich jetzt mehrere Gäste die Klinke in die Hand. So Dntel alias Jimmy Tamborello, Mary Lattimore, Keith Tenniswood alias Radioactive Man und Midori Hirano von MimiCof.

Auf „Two Windows“ gibt es tanzbare Stücke, das ist neu, weil die Beats wesentlich ausgeprägter sind und Gitarren fehlen. Dazu hallt und knarrt es wie gehabt, nie zu laut, vor allem nie lauter als die zarte Stimme der in München lebenden Koreanerin. Diese wirkt klarer, trotzdem hauchzart und weiterhin Abstand haltend, ohne unnötig aufs Tempo zu drücken.

Die Lyrics sind gewohnt melancholisch, beobachtend, hinterfragend. Trebeljahr erzählt von Alltagsfluchten, gegenwärtigen Bedrohungen und Überwachung, lässt dabei aber genug Raum für eigene Interpretationen.

So wird denn auch von einem paranoiden Traum in „Deep Dream“ erzählt. Die Sängerin zitiert darin verhältnismäßig gut gelaunt Kylie Minogue: „ I should be so lucky in love“, um am Ende mit Roboterstimme zu erklären, dass all ihre Sorgen und Nöte direkt von einem unsichtbaren Strahl ins Internet übertragen werden. Ein Alptraum, „The Circle“  lässt grüßen. Die Verfilmung des Weltbestsellers von Dave Eggers läuft gearde im Kino an.

Neben den, von Trebeljahr selbst geschrieben Stücken, hat auch ein Cover Platz auf dem Album gefunden. „The Bucket“ von den Kings Of Leon. Definitiv der Höhepunkt eines insgesamt großartigen Albums mit Alleinstellungsmerkmal.

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