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Portugal. The Man – Live in der Muffathalle, München

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Wie überrascht man einen Skeptiker positiv? Indem man statt der hochglanzpolierten Popsongs vom Album ein hintern-tretendes, energetisches Rockgewitter liefert. So geschehen beim gestrigen, lange ausverkauften Konzert von Portgual. The Man in der Muffathalle zu München.

Die Richtung ist von Anfang klar. Nach dem Intro „Unchained Melody“ von den Righteous Brothers vom Band beginnen PTM nämlich mit einer Coverversion von Metallicas „For Whom The Bell Tolls“ (der regelmäßige MusikBlog-Leser erinnert sich, diese Idee hatte auch schon Drangsal bei seinem Konzert im März) und zeigen sofort, wo der Rockhammer bzw. die Glocke hängt.

Darauf folgt ein angespieltes Cover von Pink Floyds „Another Brick In The Wall“, welches in den PTM-Hit „Purple Yellow Red And Blue“ vom 2013er Album „Evil Friends“ übergeht.

Nach einem kurzen „Hello Munich, we are Portugal. The Man from Alaska“ rocken die selbsternannten Lords of Portland unermüdlich weiter die Halle und spielen mindestens die erste Hälfte des Sets buchstäblich non­stop. Die zahllosen Hits wie „Feel It Still“ (vom aktuellen „Woodstock„), „Got It All“, „So American“, „Hip Hop Kids“ oder „Modern Jesus“ gehen ohne Pause ineinander über wie in einem gigantischen Medley.

Es bleibt rockig. Bis auf den Falsettgesang von John Gourley ist die Ähnlichkeit zu dem Sound der Alben nach wie vor gering. Minutenlange Gitarrensoli und -Interludes vor den lustig-erotischen Videoanimationen auf der riesigen Bühnenleinwand hinterlassen viele im sehr jungen Mädchenpublikum etwas ratlos. Sänger Gourley, der meist im Dunkeln bleibt, legt trotz der Hitze im Saal bis zum Ende seine dunkelgrüne Parka nicht ab.

Nicht nur die Parka ist ein Hinweis auf Portugal. The Man’s Brit-Pop Affinität. Kurz vor Ende des Hauptteils kommt eine weitere Coverversion, nämlich „Don’t Look Back In Anger“ von Oasis‚ grandiosem „(What’s The Story) Morning Glory?“ von 1995, bei dem mehr Leute in der Halle mitsingen als bei den PTM Songs. Nach einigen weiteren Songs und einer Zugabe ist Ende.

Die Band, die ein Land im Namen haben wollte, um ein ‚bigger-than-life-Gefühl‘ zu beschreiben (Portugal ist ihnen dann als erstes eingefallen) haben es definitiv geschafft, mit dem Konzert eben dieses Gefühl bei den begeisterten Besuchern zu erzeugen. Ziemlich coole Säue, diese Lords of Portland.

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