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Kllo – Backwater

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Große Fragen und großer Zweifel können so schön leger vertont werden. Beim ersten Hören klingt „Backwater“, das Debütalbum von Kllo, wie eine entspannte Platte für all die Strandparties von Melbourne bis Ibiza.

Das australische Duo hat ein Album veröffentlicht, das den musikalischen Bogen von britischem Two Step bis hin zum sphärischen The xx-Sound perfekt schlägt.

Vor rund 20 Jahren war Two Step ein Thema, nicht nur in England. Craig David oder Artful Dodger zum Beispiel veröffentlichten Hits, in denen sie vornehmlich über Liebeleien sangen. Alles ganz easy und sexy, Ende der 90er Jahre.

Kllo waren damals Kinder, aber Simon Lam hat elektronische Arrangements geschaffen, die den damaligen Musikern wahrscheinlich Glückstränen in die Augen getrieben hätte, so locker und melodiös klingen Tracks wie „Last Yearn“ oder „By Your Side“.

Das verkopft Melancholische verbindet die Melbourner Kaul und Lam mit The xx – und macht auch die reizvolle Diskrepanz von Musik und Text aus.

Chloe Kaul hat eine sehr klare und sich sofort in den Gehörgang schmiegende Stimme. Ihr Cousin Simon Lam singt nicht, er arrangiert die abwechslungsreichen und frickelige Soundteppiche.

Die zwölf Songs auf „Backwater“ sind nicht so unbeschwert, wie es der Sound vorgeben möchte. Schon das Übersetzen der Songtitel zeigt, dass sich nicht alles um eine gute Zeit auf einer Strandparty dreht, auch wenn die Beats und das Glockenspiel es nahelegen.

Der Opener trägt den eindeutigen Titel „Downfall“ (dt.: Untergang), ein Track heisst „Dissolve“ (dt.: sich auflösen) und über Zwangslagen wird im gleichnamigen Lied „Predicament“ gesungen. In der ersten Zeile von „Nylon“ singt Chloe: „I don’t wanna die young, die young“. Mehr Dramatik geht kaum.

„Backwater“ ist ein interessantes Album, das mehrmals gehört werden möchte. Ja, es klingt gefällig und kann bei einer Strandparty gespielt werden. Man möchte dazu tanzen oder entspannen.

Aber der Longplayer ist auch voller Zweifel und Brüche, die die Musik erst spannend und mehrdimensional werden lassen. Eine gelungene Melange, Made in Melbourne.

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