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Maurice Und Die Familie Summen – Bmerica

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Maurice Summen hat unter dem Staatsakt-Dach in den letzten Jahren so ziemlich alles versammelt, was im deutschsprachigen Raum einen kausalen Zusammenhang zwischen zeitgenössischer Musik und Qualität erkennen ließ. Nun ist es Zeit, wieder selbst ans Rednerpult zu treten.

Nicht mit seiner Stammformation Die Türen oder deren Schattenkabinett Der Mann, sondern als Maurice & die Familie Summen. Mit freundlichen Grüßen an Sly & The Familiy Stone (weitere werden im Albumverlauf an Prince, Cameo und das Montana Sextet gehen) sind bei ihm Musiker unterschiedlichster Couleur dabei, die für einen entsprechend heterogenen Sound-Input sorgen.

Zur Verwandtschaft gehören u.a. Michael Mühlhaus als Vertreter der Post-Hamburger Schule und Menschen aus dem Umfeld von Deichkind, Bonaparte oder den Dancehall-Legenden Seeed.

Mag der Album-Titel „Bmerica“ auf den ersten Blick nicht zwingend ein Gag der ersten Kategorie sein, lässt dieser keinerlei Rückschlüsse auf dessen Inhalt zu. Es sind einheimische „Renegades Of Funk“ im Angebot, nicht nur weil der Einsteiger „Zeichen Des Widerstands“ heißt.

Was Feingeist Maurice Summen in Noten und Texte packt, ist tatsächlich ein Widerstand, einer mit anderen Mitteln, um an dieser Stelle Blumfeld zu bemühen.

Was Rocko Schamoni ins Schlagergewand hüllte, Gesellschaftskritik jenseits von Oberlehrergehabe und ohne dem Bedienen gängiger Feindbilder, setzt „Bmerica“ auf der Basis grooviger Eleganz um.

Getragen von Autotune und leicht retrogradem Hip-Hop trifft Schlaghosen-Funk auf den katerfreien Soul, mit dem gerade erst Zwanie Jonson gefiel, um die Kommerzialisierung der Welt ordentlich zu betanzen.

Um die Platte thematisch einzuordnen, würde es eigentlich reichen, sich die Zeit zu nehmen, dem alles bündelnden „Klima“ die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken oder acht Minuten lang mit „Ich Und Meine Multioptionale Gesellschaft“ zwischen den Stühlen zu sitzen.

Der brillante Texter Summen demaskiert alle political-correctness der Gutmenschen-Mediokren, als würde er die dort verortete Selbstgefälligkeit gleich einer Zwiebel häuten. „Bmerica“ ist in guten Momenten für eine Weile mehr als Maurice Summen und die einzelnen Teile.

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