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Gorillaz – Live im Zenith, München

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Sorry, Noel, aber Damon Albarn ist einfach die coolere Sau. Schon immer gewesen. Schon zu Zeiten von Blur, während Oasis wie keine andere Band die Unterschicht Englands repräsentierten, die sich am Samstag nach dem Fußball in der Kneipe prügelt. Oder mit seiner Haltung (man erinnere sich an seine Rede gegen den Afghanistan-Krieg bei den MTV Europe Music Awards 2001) und seinen vielseitigen Musik-Projekten, von diversen Soundtracks über The Good, The Bad & The Queen, seinen Soloalben bis zu den Gorillaz, mit denen er derzeit auf Tour ist.

Das Zenith ist lange ausverkauft und wie schon am Vorabend wurde das unsinnige Vorgehen praktiziert, den vorderen Teil für die ersten 1.000 Besucher zu reservieren und dann abzusperren, so dass sich dahinter die Massen stauen und extremes Gedränge herrscht, während im Zuschauerraum vor der Bühne große Lücken sind. Über diesen Blödsinn hat sich auch schon Moderator Seewald vom lokalen Mitpräsentator egoFM zu Recht aufgeregt.

Die Londoner Rapperin Little Simz macht als Support den Auftakt und singt später auch bei den Titeln „Garage Palace“ sowie dem neuen „We Got The Power“ mit, wo sie den Part von Jehnny Beth von den Savages übernimmt, die auf dem Album – übrigens gemeinsam mit Noel Gallagher – die Backing Vocals beisteuert.

Dann beginnen die Gorillaz und der Groove kriecht bis in den letzten Winkel der Halle. Bei „Rhinestone Eyes“ bewegen 5.000 Zuschauer ihre nach oben gestreckte, rechte Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger gemeinsam im Takt (zuletzt so gesehen bei Front 242). Spätestens ab „On Melancholy Hill“ in der Mitte des Hauptteils, bewegt sich jeder Körper im Saal gutgelaunt.

Damon Albarn sucht mit früh durchgeschwitztem T-Shirt die Nähe des Publikums, während sich auf der Bühne die zahlreichen Bandmitglieder (darunter ein 7-köpfiger Gospelchor) und Gäste drängen (neben Little Simz auch De La Soul und weitere). Das Bühnengeschehen wird für die Zuschauer der 2. Klasse eingefangen auf einer riesigen Leinwand an der Seite (zuletzt so gesehen bei JLo).

Bei „Clint Eastwood“ während der umfangreichen Zugabe, springt Damon Albarn in den Fotograben vor der Bühne und klatscht die erste Reihe ab, während der Saal den Song komplett allein weiter singt. Ganz großes Unterhaltungskino.

Sorry, Josh, aber das Konzert des Jahres war dieses, nicht das am Vorabend.

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