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Noel Gallagher’s High Flying Birds – Who Built The Moon?

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The Jesus And Mary Chain, AC/DC (R.I.P. Malcom Young), The Subways und eben Oasis: Brüderpaare in der Rockmusik gibt es viele, aber keine verbindet eine derartige, öffentlich ausgetragene Hass-Liebe wie zwischen Liam und Noel Gallagher.

Es vergeht kaum eine Woche, an dem nicht einer der beiden via Social Media oder sonstigen Medien-Kanälen in Richtung des anderen feuert. In reinen Zahlen entscheidet Liam diese traurige Form des Dialogs meist für sich. Seine Taten folgten leider nicht immer dem gleichen Eifer wie seine Beleidigungen.

Mit „As You Were“ hat er vor wenigen Wochen aber ein Album herausgebracht, das mit Abstand seine bemerkenswerteste Veröffentlichung seit der Auflösung von Oasis darstellt. Da muss der größere Bruder mit seinem dritten Album „Who Built The Moon?“ erst mal Schritt halten.

Entsprechend angriffslustig legen Noel Gallagher’s High Flying Birds los. „Fort Knox“ fällt mit synthetischen Sirenen, dickem Beat und gesampeltem Chor mit der Tür ins Haus und mindestens unerwartet aus. Bis sprichwörtlich die Ohren klingeln, verstärkt das Mantra „You gotta get yourself together“ die Verwirrung.

Beim zweiten Song „Holy Mountain“ wird dann bereits deutlich: Der Opener ist keine falsche Fährte, sondern die Marschrichtung zu einem bislang von der Band nie gehörten Bombast und Glitzer – inklusive Pauken und Trompeten.

Der überschwängliche Swing-Pop in „Keep On Reaching“ funkelt grell und wird von Noels verfremdeter Stimme aus „It’s A Beautiful World“ noch getoppt. Über den Effekt lässt sich streiten, den poppigen Glanz auch, nicht jedoch darüber, wie catchy die Gesanglinie verpackt wurde.

Es dauert bis zum leicht funkigen „Be Careful What You Wish For“ an sechster Stelle, bis es etwas gesetzter zur Sache geht. Gefolgt von „Black & White Sunshine“ und „The Man Who Built The Moon“ kommen dann auch noch ein paar Noel-typischere Songs, die man im Vorfeld zumindest nicht als unwahrscheinlich abgetan hätte: Akustische- und E-Gitarren, echtes Schlagzeug und Streicher, die den Sound leicht andicken.

Den Oasis-nahen-Charakter seines Solodebüts und den angejazzt-souligen Charme vom Nachfolger „Chasing Yesterday“ lässt das dritte Album trotzdem vermissen. Es scheint, als hätte erstmals seit dem Ende von Oasis der jüngere der beiden Gallaghers das bessere Album aufgenommen und damit den „Ball für eine Reunion“, wie er selbst sagt, noch weiter in Noels Spielfeld befördert.

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