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Starcrawler – Starcrawler – Dreckig und laut

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Auf der Suche nach musikalischen Defibrillatoren klammert sich das in puncto Ecken und Kanten auf der Intensivstation röchelnde Rock-Genre an jeden verfügbaren Strohhalm. Das neueste „Wunderheilmittel“ stammt aus Los Angeles, hört auf den Namen Starcrawler und zählt laut Elton John (Fan der ersten Stunde!) und Ryan Adams (Produzent) zum aktuell heißesten Scheiß der Szene.

Die vierköpfige Twen-Combo um Rampensau und Frontgirl Arrow de Wilde hat’s aber auch faustdick hinter den Ohren. Blutbesudelte Psychospiele, Halbnackt-Exzesse und zwischen Freakshow und Krawall-Zirkus pendelnde Spontan-Ausbrüche: Wer die durchgeknallten Newcomer aus Kalifornien schon einmal live erlebt hat, der weiß Bescheid.

Nun soll der geneigte Fan der fleischgewordenen Branchenrettung auch daheim auf seine Kosten kommen. Ganz so wild wie auf der Bühne präsentieren sich Starcrawler auf Platte allerdings nicht. Das ändert aber nichts am durchweg hohen Unterhaltungswert.

Angetrieben von kratziger Telecaster-Distortion poltern und stolpern stumpfe Oldschool-Drums und pumpende Basslinien ins 70s-Glamrock-Archiv. Fernab von gestriegelten Neuzeit-Arrangements braust das Quartett quer durch die Zeit.

„Chicken Woman“ Arrow de Wilde hat nur ein Ziel vor Augen: den „Pussy Tower“. Begleitet wird sie dabei von kantigem Stoner-Rock und rumpelnden The Donnas-Erinnerungen. Während Iggy Pop sich vor lauter Begeisterung seine Gesichtsfurchen glatt grinst, streckt David Bowie in luftiger Höhe beide Daumen nach oben. So soll es sein. Ich bin auch ganz hin und weg.

Rock is dead? Von wegen!

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