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Turin Brakes – Invisible Storm – Zu viel des Guten

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Die Turin Brakes sind eigentlich DIE Instanz, wenn es um poppigen Folk aus England geht. Mit „Invisible Storm“ erscheint das mittlerweile achte Studioalbum der beiden Masterminds Olly Knights und Gale Paridjanian. Dass man nach so langer Zeit vor allem den Stillstand vermeiden will, liegt nahe. Doch leider greifen die beiden Briten dabei etwas zu sehr in die Vollen.

Bestes Beispiel dafür ist eigentlich bereits die Vorab-Single „Would You Be Mine“. Das klingt nach Stadionrock und irgendwie so, als hätte man Bono von U2 gesagt, dass seine Songs ein bisschen mehr Kante brauchen und eine kleine Prise Melancholie vertragen könnten.

Tatsächlich teilen dieses Schicksal einige Nummern auf „Invisible Storm“. Man könnte meinen, die Turin Brakes haben im 19. Bandjahr endgültig die Schnauze voll vom Nischen-Ruhm und haben sich selbst zum Ziel gesetzt, endlich eine größere Hörerschaft zu erreichen.

Da wäre beispielsweise auch der Titeltrack, der einfach jedes Mainstream-Pop-Klischee erfüllt. Überbordende Streicher, larmoyanter Gesang und ein Refrain, bei dem man sich an der Tischkante festhalten muss, damit man nicht im Pathos ertrinkt.

Aber es gibt auch Lichtblicke auf „Invisible Storm“. Und das sind eben genau die Nummern, die nicht zu forciert oder übertrieben wirken. „Wait For It“ ist eine beschwingte Indie-Pop-Nummer, die mit der Produktion zwar auch nicht gegeizt hat, aber frischen Wind aufwirbelt und aufs Tanzparkett entführt.

Der letzte Song „Don’t Know Much“ überzeugt mit einfachsten Mitteln. Die Harmonien und der unaufgeregte Gesang huldigt alten Beatles-Platten und ruft am ehesten die Wurzen der Turin Brakes in Erinnerung: Richtig, die haben doch eigentlich mal bodenständigen Folk gemacht.

Das Spektrum von Einflüssen ist groß auf „Invisible Storm“. Indie-Pop, Folk-Pop, ein bisschen Akustik-Gitarre, aber auch Breitwand-Stadionsound. Es scheint, als wüssten die Turin Brakes nach all den Jahren nicht so richtig, wo ihr Weg im Jahr 2018 hinführen soll und probieren deswegen einfach von allem ein bisschen. Das ist insgesamt leider einfach zu viel des Guten.

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