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Wir sind Lichtjahre davon entfernt, uns wie Superstars zu fühlen – Leyya im Interview

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Spätestens seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Spanish Disco“ spielt das österreichische Duo Leyya im Konzert der Ösi-Pop-Größen ganz vorne mit. Mittlerweile auf Tuchfühlung mit den Speerspitzen der Szene wollen Sophie Lindinger und Marco Kleebauer nun den nächsten Schritt gehen. Dabei helfen soll das neue Studiowerk namens „Sauna„; ein abermals waberndes Electronica-Juwel, das zwischen den verschiedenen elektronischen Ebenen auch gerne mal in soulige Gefilde abdriftet. Wir trafen uns mit dem Zweier zum Interview und sprachen über schweißtreibende Arbeitsbedingungen, die Freude am Live-Spielen und den Schlüssel zum Erfolg.

MusikBlog: Sophie und Marco, wann wart ihr das letzte Mal in einer Sauna?

Sophie Lindinger: (lacht) Vor anderthalb Jahren.

Marco Kleebauer: Ja, ich kann mich gut erinnern.

MusikBlog: Ach, ihr wart zusammen in der Sauna?

Sophie Lindinger: Naja, es war jetzt keine Sauna im herkömmlichen Sinn. Es war eine Holzhütte, in der wir die neuen Songs aufgenommen haben. Da war es aber so heiß und stickig drin, dass es sich anfühlte wie in einer Sauna. Und das Lustige ist, dass dieser Moment die Geburt des Albumtitels einläutete. Das wussten wir damals zwar noch nicht. Aber dieses Gefühl war noch lange nach dieser Session in unseren Köpfen präsent. Irgendwann warf dann einer den Begriff „Sauna“ in die Runde, so nach dem Motto: Wenn ihr in einer „Sauna“ aufgenommen habt, dann könntet ihr das Album doch auch so nennen. Und das taten wir dann auch.

MusikBlog: Gibt es für euch mittlerweile auch einen musikalischen Bezug zum Titel?

Sophie Lindinger: Auf jeden Fall. In der Sauna sind alle Menschen – egal aus welchen Bereichen sie kommen – gleich – zumindest äußerlich. Und so sind wir auch an unsere neuen Songs rangegangen. Jeder Song ist für das große Ganze bestimmt. Aber jeder Song bringt dafür andere Sounds und Stimmungen mit ein.

MusikBlog: Diese verschiedenen Sounds werden sehr fokussiert eingestreut. Überhaupt hinterlässt das neue Album unheimlich kompakte Spuren. War das so geplant?

Marco Kleebauer: Ja, irgendwie schon. Uns war vor allem wichtig, Sophies Stimme mehr in den Vordergrund zu rücken. Wir wollten diesmal alles etwas strukturierter und positiver klingen lassen.

Sophie Lindinger: Und es sollte alles auch ein bisschen organischer klingen. Wir haben viele akustische Elemente mit einfließen lassen. Wir sind mit dem Album unheimlich nah an dem Sound dran, der uns auch live ausmacht.

MusikBlog: Live ist ein gutes Stichwort: Auf der Bühne habt ihr ja noch einen Schlagzeuger und einen Bassisten mit an Bord. Gab es schon mal Überlegungen, die Live-Konstellation auch mal ins Studio zu tragen?

Marco Kleebauer: Wir haben diesmal schon einige Ideen und Skizzen aus der Live-Situation mit in den Aufnahmeprozess eingebunden. Das bot sich bei den neuen Songs einfach an. Ich denke, dass wir das auch in Zukunft weiter ausbauen werden.

MusikBlog: Viele Elektro-Acts tüfteln ja lieber im stillen Kämmerlein an neuen Sounds, als live auf der Bühne zu spielen. Wie schaut’s da bei euch aus?

Sophie Lindinger: Wir sind schon sehr gerne live unterwegs. Bei uns wird ja auf der Bühne auch alles live und von Hand arrangiert und gespielt. Wir haben keine Laptops und keine anderen digitalen Hilfsmittel am Start. Dadurch ist jeder Gig ein anderer. Die Songs sind mal schneller, mal langsamer. Wir haben als Band auf der Bühne alle Strippen in der Hand. Und wir nutzen die auch gerne. Hinzukommt die Verbindung mit dem Publikum, die von Jahr zu Jahr inniger und intensiver wird. Das wollen wir alles nicht missen.

MusikBlog: Ich habe letztens einen Video-Clip von eurem Primavera-Gastspiel gesehen. Euer bis dato größter Live-Moment?

Sophie Lindinger: Das war auf jeden Fall ein sehr besonderer Auftritt für uns. Wir haben in Wien auch schon vor mehr Leuten gespielt. Aber so ein großes Festival ist schon was Tolles, ganz klar.

MusikBlog: Zwei Alben und jede Menge Live-Highlights innerhalb von vier Jahren: Euer bisheriger Werdegang hat schon was von einem musikalischen Durchmarsch. Erinnert ihr euch noch an den Moment, in dem euch bewusst wurde, dass mehr drin ist, als nur ein Hobby?

Marco Kleebauer: Wir waren, ehrlich gesagt, von Anfang an überzeugt davon, dass wir es schaffen können. Wir hatten auch nie einen Plan B in der Schublade. Von Beginn an war klar, dass wir alles in die Band stecken und hart dafür arbeiten werden, um irgendwann einmal davon leben zu können. Und das haben wir auch geschafft. Das alles war ein Prozess. Da gab es keinen besonderen Moment. Wir sind als Band Tag für Tag gewachsen.

Sophie Lindinger: Wir sind einfach Menschen, die überzeugt davon sind, dass man seine Ziele erreichen kann, wenn man hart genug dafür arbeitet. Und ich rede jetzt, bezogen auf uns und die Musik, nicht vom Superstar-Status. Wir sind noch Lichtjahre davon entfernt, uns wie Superstars zu fühlen. Das ist auch gar nicht unser Bestreben. Wir sind unheimlich glücklich über den Ist-Zustand, der es uns erlaubt, von der Musik leben zu können. Das ist ein Privileg, das wir zu schätzen wissen.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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