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Anna Von Hausswolff – Dead Magic

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Neuauflage der sakralen Schwerverdaulichkeit der Anna von Hausswolff. Wichen die zwar nicht vordergründigen, aber immerhin vorhandenen, Songstrukturen von „Singing From The Grave“ und „Ceremony“ auf „The Miraculous“ einem, von Naturgewalten durchdrungenen, esoterischen Werk epischer Breite, legt „Dead Magic“ in Sachen Intensität noch einmal gewaltig nach.

Ein unter Regie von Randall Dunn, der schon für die Noise-Drone Sunn O))) als Produzent verantwortlich war, eingespielter Church-Doom in fünf Akten, aufgenommen in der Kopenhagener Frederikskirche, während denen die Schwedin ihrer Obsession für Klangflächen, die die Last der Komplexität der darauf aufgetürmten Obertöne gerade noch stemmen können, freien Lauf lässt.

Für Menschen, die nicht regelmäßig in Gotteshäusern oder Spielstätten klassischer Kompositionen unterwegs sind, immer wieder verblüffend, welche Töne Anna von Hausswolff der Klaviatur entlockt.

Da gerät „The Truth, The Glow, The Fall“ gleich zu Beginn zu einem Rausch zwischen Krautrock und Dead Can Dance, werden die Pfeifen des Instruments mit den Streichern und Synthesizern gekreuzt, bricht das Schlagzeug harsch durch fragmentale Harmonien.

Stoische Riffs in Swans-Manier eröffnen „The Mysterious Vanishing Of Electra“. So wie die Orgel unter den Händen der Frau Hausswolff das wandlerischste aller Instrumente zu sein scheint, zieht ihre Stimme ähnlich viele Register wie dieses. Sie singt nicht, sie beschwört, lässt ihr Organ eskalieren, als hätte sie sich mit Diamanda Galas zum Sängerinnen-Wettstreit verabredet.

Es fließt „Ugly And Vengeful“ schemenhaft auseinander, um sich in harmonischen Gesangssätzen wieder zu finden, sich zur Spirale empor zu schrauben, in der zehnten Minute von einen hämmernden Beat vorwärts getrieben zu werden, um in infernalem Post-Rock auszuklingen.

Ein 16-minütiger, von musikalischem Wahnsinn beseelter Brocken, von dem man sich in der Folge beim gesanglosen „The Marble Eye“ nur mühsam erholt. Sanft entlässt „Källans återuppståndelse“ danach aus der Wucht des Erlebten überwältigt in die Stille.

Ihr bisheriges Opus Magnum und mit Sicherheit nicht der letzte Vorhang im musikalischen Exzess der Anna von Hausswolff.

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