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Kate Nash – Yesterday Was Forever

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„Yesterday Was Forever“. In mancher Hinsicht nicht schlecht, würde allerdings bedeuten, dass das Kapitel „Irrungen und Wirrungen der Adoleszenz“ für Menschen, die wie Kate Nash drei oder mehr Lebensjahrzehnte auf der Uhr haben, noch immer nicht abgeschlossen wäre.

Denn vom Coming of Age in Liebesangelegenheiten handelt Kate Nashs neue Platte, natürlich mit entsprechend differenzierterem Blick darauf, als es jener vermochte, mit welchem die Britin mit dem charmanten Cockney-Akzent via „Foundations“ oder „Mariella“ auf dem Debüt „Made Of Bricks“ die Indie-Pop Szene bezauberte.

Dabei gibt sich die Anti-Klischee Künstlerin aus dem Londoner North Harrow auf dem ersten Album nach fünf Jahren Pause musikalisch, nachdem sie es 2013 mit „Girl Talk“ in der Neo-Riot Girl-Liga krachen ließ, vergleichsweise moderat, war die Rückkehr zur Melodie bereits „Agenda“ der letzten EP, auf „Yesterday Was Forever“ setzt sich dieser Trend fort.

Das Unangepasste der Kate Nash liegt selbstverständlich nicht nur in den Arrangements, sondern zu gleichen Teilen in der Attitüde, mit der sie den Gesetzmäßigkeiten des Musik-Biz Paroli bietet.

Womit es auch diesmal nicht zur Debatte stand, sich mit einen Plattenvertrag in Label-Abhängigkeit zu begeben, das Album entstand erneut autark mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion: „Ich möchte, dass meine Fans mein Plattenlabel sind“ sagt die Protagonistin dazu.

Über 50 Minuten und 14 Songs lang zahlt „Yesterday Was Forever“ den Kredit zurück, den die Fans ihr vertrauensvoll gewährten. So klappert sich die Akustische eingangs mit „Life In Pink“ in eine Teenager-Welt, die sich auch von Kate Nashs Tagebuch-Einträgen nährt, in der die übergroßer Erwartungshaltung an die Liebe, Ausgegrenzt-Werden und Enttäuschung zu Hause sind.

Vorgetragen mit einer Stimme zwischen Croonerin und Rotzigkeit, langen Textzeilen und pointierten Witz zwischen Wut („Hate You“) und Lakonie („Drink About You“), blasen sich einige Nummern („Call Me“) zum großen Pop-Rock-Ballon auf, weinen andere, „Always Shining“, in Ausweglosigkeit vor sich hin, wird zwischen Garage-Rock un Pop bissig („Today“, „Twisted Up“) Kommendes gefeiert, gibt`s mit „Karaoke Kiss“ allerdings auch einen ordentlichen Durchhänger.

Kate Nash liefert zum wiederholten Mal ein bemerkenswertes Album ab. Und das völlig Fair-Trade.

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