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Sam Vance-Law – Homotopia

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Lust auf eine akustische Reise nach Homotopia, diesen sagenumworbenen Ort, an dem Männer Männer und Frauen Frauen küssen?
Sam Vance-Law nimmt uns auf seine ganz persönliche Reise mit: Von den ersten zarten Küssen, über Cruising-Erfahrungen auf öffentlichen Toiletten und dem Ankommen in der hetero-normativen Spießigkeit, der Ehe, die es jetzt auch für alle gibt.

Ähnlich vielfältig wie die Reise des gebürtigen Kanadiers, sind auch die zehn Songs auf seinem Debütalbum „Homotopia“: Da wird gegeigt, gepaukt und mehrstimmig gesungen.

Mit seiner warmen und angenehmen Stimme erinnert Vance-Law an Rufus Wainwright. Er klingt nur nicht ganz so sonorig. Sowohl Rufus wie auch Sam haben Songs über Gays geschrieben, die sich Hals über Kopf auf der Tanzfläche verlieben.

In dem Van-Lawschen Werk „Let´s Get Married“ passiert genau dies – und es bleibt nicht bei einer rauschhaften sowie leidenschaftlichen Nacht im Club. Nein, bei dem Lied des Wahl-Berliners endet diese Begegnung in einer gewöhnlichen Ehe. Ohne Chi-Chi und Glitzerpants.

In „Gayby“, einer entspannten Pop-Nummer, bei der man das „Ladadidada“ direkt mitsingen möchte, geht es um die Freundschaft zwischen schwulen Männern und ihrer besten heterosexuellen Freundin.

Die sogenannten Gabis sind Teil der schwulen Kultur und immer zu Stelle, wenn gelästert oder getanzt werden muss. Der Schwule teilt seine Freude und seinen geballten Männerfrust mit seiner „Gayby“. Sam Vance-Law hat dieser ganz besonderen Verbindung mit „Gayby“ ein stimmiges und hörenswertes  Denkmal gesetzt.

Deutlich wütender beginnt „Faggot“: „I love god but he doesn`t love me. Cause I´m a faggot.“ Die Nummer fängt breit, getrieben und rockig an, dann gibt es einen Bruch. Man hört nur eine Stimme und ihr Echo, später setzen Streicher ein. „Faggot“ endet so wütend, wie der Track angefangen hat.

Das Leben als schwuler Mann und das Coming-Out sind eben nicht nur einziges Prosecco-Trinken. Immer noch gibt es zahlreiche gewalttätige Übergriffe auf Homosexuelle.

„Homotopia“ ist keine Problemplatte, sondern ein wunderbar durchdachtes und orchestriertes Werk. Koproduziert wurde der Longplayer von Konstantin Gropper (Get Well Soon) – und der versteht sein Handwerk.

Live tourt Sam Vance-Law im Oktober durch die Lande. Stellt schon mal den (alkoholfreien) Prosecco kalt, sagt euren Gabis und allen anderen Freund*innen Bescheid und übt die Texte von „Homotopia“ ein. Bei dieser Platte als Vorlage, kann die Tour nur ein buntes Fest werden.

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