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Ich bin außer mir vor Glück – Iceage im Interview

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Drei Post-Punk-Ausrufezeichen („New Brigade“, „You’re Nothing“, „Plowing Into The Field Of Love„) aus dem Studio und zahlreiche schweißtreibende Shows, die in begeisterten Jubelstürmen endeten: Zwischen den Jahren 2011 und 2014 sorgten Iceage für reichlich Aufsehen in der Branche. Danach wurde es allerdings etwas ruhiger um die Dänen. Nun melden sich die vier Kodderschnauzen aus dem „Land der 1000 Inseln“ aber endlich wieder zurück. Und mit im Gepäck haben Elias Bender Rønnenfelt, Jakob Tvilling Pless und Co und ihr viertes Studiowerk namens „Beyondless„. Wir trafen Iceage-Frontmann Elias in Berlin zum Interview und plauderten über produktives Auf-die-Bremse-Treten, familiären Zusammenhalt und das große Lebens-Los.

MusikBlog: Elias, nach einer sehr produktiven Sturm-und-Drang-Phase habt ihr euch in den letzten vier Jahren etwas rar gemacht. Was war los?

Elias Bender Rønnenfelt: Wir haben uns nach dem letzten Album nicht hingesetzt und beschlossen, eine bewusste Studiopause einzulegen. Das hat sich eher so ergeben. Wir waren die vergangenen Jahre viel unterwegs, haben zahlreiche Konzerte gespielt und dabei darauf geachtet, keinen künstlichen Druck aufzubauen.

MusikBlog: Druck von innen oder außen?

Elias Bender Rønnenfelt: Eher von innen. Als wir damals anfingen, war alles neu für uns. Wir sprühten nur so über vor Ideen. Mittlerweile haben wir gelernt, dass man zwischendurch auch mal auf die Bremse treten muss. Wir waren uns alle einig, dass wir erst dann wieder ein Studio betreten werden, wenn alle dazu bereit sind und wir genug gutes Material am Start haben.

MusikBlog: Nun hat das Warten endlich ein Ende. Ich frage mich allerdings, was es mit dem Albumtitel auf sich hat? Den Begriff findet man in keinem Wörterbuch…

Elias Bender Rønnenfelt: Wir wollten einfach einen markanten Albumtitel. Und „Beyondless“ versprüht irgendwie viel Energie und Power. Der Begriff lässt auch Raum für verschiedene Interpretationen. Das gefällt mir. Ich mag den Titel. Er passt perfekt zum gleichnamigen Song – und natürlich auch zum großen Ganzen.

MusikBlog: Musikalisch seid ihr einen weiteren Schritt nach vorne gegangen. Der Druck und die Energie sind geblieben. Mit pointierten Bläsereinsätzen und der Zuarbeit von Gastsängerin Sky Ferreira gibt es aber auch viel Neues zu entdecken. Wie zufrieden bist du mit dem Sound-Ist-Zustand der Band im Mai 2018?

Elias Bender Rønnenfelt: Ich bin nicht nur zufrieden, ich bin außer mir vor Glück. Ich meine, wir machen einfach unser Ding. Und da draußen sitzen so viele Menschen, die unsere Musik cool finden und uns auf unseren Konzerten besuchen. Das alles ist für uns immer noch unfassbar. Wir sind wirklich dankbar. Wir fühlen uns einfach verpflichtet, immer alles zu geben. Die Band bedeutet uns alles. Wir würden nie etwas tun, was das Kollektiv gefährden könnte. Und dazu gehört natürlich auch die Entwicklung der Musik. Da muss man dann auch mal in sich gehen, um Platz für Neues zu schaffen. Genau das haben wir diesmal getan.

MusikBlog: Songwriting, Studioaufnehmen, Konzerte: ein produktives Band-Jahr beinhaltet ja immer mehrere verschiedene Arbeitsphasen. Welche gefällt euch am besten?

Elias Bender Rønnenfelt: Ich kann da nur für mich sprechen. Ich liebe es, wenn die Dinge so richtig ins Rollen kommen und die Arbeit greifbar wird. Wenn ein neuer Song den letzten Schliff erhält, im Studio der finale Take aufgenommen wird oder auf der Bühne der erste Akkord ertönt: Das sind meine Momente. Das sind die Augenblicke, die ich persönlich besonders schätze.

MusikBlog: Ihr kennt euch alle schon seit Kindheitstagen. Hilft dieser vertraute Background dabei, wenn es in puncto Songwriting und all dem anderen Business-Kram um das Finden eines gemeinsamen Nenners geht?

Elias Bender Rønnenfelt: Ich denke schon. Ich weiß natürlich nicht, wie es läuft, wenn man sich nicht so lange kennt. In unserem Fall ist es einfach so, dass wir uns wie eine Einheit, wie eine kleine Familie wahrnehmen. Jeder kennt jeden, und jeder weiß ganz genau, wie er den anderen zu nehmen hat. Dieses Vertrauen macht das Arbeiten natürlich sehr angenehm und einfach. Je weniger Baustellen es gibt, desto fokussierter kann man Musik machen.

MusikBlog: Irgendeine Ahnung was aus euch geworden wäre, wenn es die Band nicht geben würde?

Elias Bender Rønnenfelt: Nein, da fällt mir nichts ein – zumindest nichts, was ich jetzt mit Stolz verkünden könnte. (lacht) Wir sind alle in einer Gegend aufgewachsen, in der es nichts gab, mit dem man sich hätte vernünftig die Zeit vertreiben können. Wir hatten nur die Musik, nichts weiter. Und auch die war eigentlich nur zum Zeitvertreib da. Dass wir mit der Band irgendwann einmal Alben aufnehmen und Konzerte spielen würden, hätten wir uns nicht in unseren Träumen vorstellen können. Ich habe wirklich keinen blassen Schimmer, was wir heute ohne die Band treiben würden. Wahrscheinlich aber nichts Vernünftiges. (lacht)

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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