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Mattiel – Mattiel – Verpixelt in der Wüste

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Mattiels selbstbetiteltes Debütalbum klingt so, als würde sie das Pferd auf dessen Cover auf einen Ritt in die Wüste entführen. Gewappnet mit jeder Menge Lo-Fi-Sound und einem Cowboy-Lasso erstrahlt das Bild in warmen Vintage-Farben und ganz schön verpixelt.

Denn jeder Song auf Mattiel ist Retro. Dominierend ist ihre Stimme, die so klingt, als sei sie konstant mit Effekten beladen.

Der Opener „Whites Of Their Eyes“ ist einer der stärksten Songs der Platte. Mit einem rauchigen Gitarrenriff, zurückgefahrener Produktion und einer proklamierenden Stimme, die kratzt und keift, erinnert er an die früheren Zeiten der White Stripes.

Sowieso kann man eigentlich zu jedem einzelnen Song auf Mattiels Album eine Referenz aus den letzten 60 Jahren anführen. Das Gitarrenpicking zu Beginn von „Count Your Blessings“ erinnert an „Hotel California“ von den Eagles und klingt wie ein Best-Of der Klassiker besagter Vergangenheit.

Mal wird das ein bisschen poppiger referenziert, wie in „Bye Bye“, mal in Form von melancholischem Blues, wie in „Salty Words“. Bei letzterem hört man in Mattiels tieferem Register einen ganz dezenten Hauch von Lana Del Rey. Wahrscheinlich erlischt in der Prärie gerade das Feuer und Mattiel bleiben nur die Reste ihrer Whiskey-Flasche um sich zu wärmen, während sie hinter ihrem Cowboy-Hut hervorlinst und stetig auf der Lauer liegt.

Zu „Five And Tens“ geht dann die Sonne wieder auf, Mattiel steigt auf ihr Pferd und fängt mit dem Lasso abwechselnd Banditen und Pferde, die sie zähmen kann. Dazu skandiert sie mal wieder in Jack-White-Manier.

Vielleicht lassen sich die stetigen Wilder-Westen-Assoziationen damit erklären, dass Mattiel als einziges Kind auf der riesigen Farm ihrer Mutter in Georgia aufgewachsen ist.

Retro-Fans werden „Mattiel“ dank ihres warmen Vintage-Sounds im Lo-Fi-Modus sicher schnell ins Herz schließen. Alle, denen der schiere Charme vergangener Zeiten nicht ausreicht, dürften aufgrund der immer gleichen Zutaten nach der Hälfte der Platte ein bisschen gelangweilt sein.

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