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Die Liebe ist ein guter Ratgeber – Slaves im Interview

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Mit dem dritten Studioalbum „Acts Of Fear And Love“ geht das britische Punkrock-Duo Slaves neue Branchen-Wege. Statt nämlich – wie im schroffen Haudrauf-Genre allgemein gängig – auf alles und jeden drauf zu kloppen, und die Wut über all die globale Ungerechtigkeit mit Schaum vorm Mund in die weite Welt zu rotzen, predigen die beiden Hauptprotagonisten Isaac Holman (Gesang, Schlagzeug) und Laurie Vincent (Gitarre, Bass) die Liebe und den Zusammenhalt.

Aber keine Bange, liebe Slaves-Anhänger der ersten Stunde. Musikalisch bleibt der Zweier seiner Linie weitestgehend treu, auch wenn es auf „Acts Of Fear And Love“ phasenweise etwas ruhiger und poppiger zugeht. Wir trafen uns kurz vor der Veröffentlichung des neuen Slaves-Albums mit Laurie Vincent zum Interview und sprachen über die Liebe, nackte Tatsachen und talentierten Nachwuchs.

MusikBlog: Laurie, beim Anblick des Corverartworks eures neuen Albums „Acts Of Fear And Love“ macht man große Augen.

Laurie Vincent: (lacht) Ja, das glaube ich dir gerne. Zwei Männer auf dem Klo und in der Badewanne: Das sieht man nicht allzu oft, oder?

MusikBlog: Nein, zumal da noch ein Dritter mitmischt, der nicht viel mehr anhat als du.

Laurie Vincent: Oh ja, mein Sohn Bart ist auch am Start. Der wollte unbedingt mit aufs Foto.

MusikBlog: Isaac, dein Sohn, Du, ein Klo und eine Badewanne: Wie kam es dazu?

Laurie Vincent: Ach, das sollte man alles mit einem Augenzwinkern betrachten. Wir waren in der Vergangenheit auf keinem unserer Cover zu sehen. Das wollten wir diesmal ändern. Gemeinsam mit unserem Fotografen Juergen Teller hat sich dieses Szenario dann irgendwie ergeben. Ich finde es klasse.

MusikBlog: Gab es vorab hitzige Diskussionen hinsichtlich der Frage: Wer platziert sich wo?

Laurie Vincent: Nicht wirklich. Isaac hat sich auf dem Klo sehr wohl gefühlt. Und ich habe auch keine Probleme damit, mich nackt in die Wanne zu legen.

MusikBlog: Was war mit deinem Sohn?

Laurie Vincent: Wie gesagt: Der wollte unbedingt mit aufs Foto.

MusikBlog: Der kleine Bart hat sich auch in den Album-Produktionsprozess mit eingeklinkt. In einer aktuellen „Slaves TV“-Episode wird gezeigt, wie Brian fleißig an den Reglern dreht.

Laurie Vincent: Ja, Bart hatte viel Spaß im Studio. Wer weiß… vielleicht wird aus ihm mal ein großer Produzent. Sollte Jolyon (Jolyon Thomas, Produzent des Albums) irgendwann mal schwächeln, wissen wir genau auf wen wir zählen können. (lacht)

MusikBlog: Habt ihr vielleicht auch wegen Brians Anwesenheit bei den Aufnahmen auf traditionelle Branchen-Ausbrüche verzichtet?

Laurie Vincent: (lacht) Nein, wir haben uns über das Gesamtbild des Albums natürlich schon vorher Gedanken gemacht. Wir sind einfach der Ansicht, dass es mal wieder an der Zeit ist, den Fokus in eine andere Richtung zu lenken. Überall wird nur noch gehasst, geflucht und gemeckert. In den sozialen Netzwerken geht es in puncto Verachtung und Diskriminierung drunter und drüber. Da steckt natürlich auch viel Angst dahinter. Und die Liebe ist ein guter Ratgeber, wenn es um den Kampf gegen Ängste und Hass geht. Das ist die Kernaussage auf dem Album.

MusikBlog: Ihr habt auch musikalisch einen Gang zurück geschaltet, ohne dabei an Qualität einzubüßen. Seid ihr zufrieden mit dem Ergebnis?

Laurie Vincent: Absolut. Ich denke, dass wir uns in allen Bereichen weiter entwickelt haben. Diesmal sind Songs dabei, die den Hörer auch mal durchatmen lassen. Wir haben uns insgesamt breiter aufgestellt. Etwas mehr Ruhe, eine Prise mehr Pop, aber immer noch druckvoll und energiegeladen: Das war unsere Marschroute.

MusikBlog: Ist das Umsetzen solcher Veränderungen einfacher, wenn man in einer Zweier-Konstellation zu Werke geht?

Laurie Vincent: Du meinst, im Vergleich zu einer kompletten Band?

MusikBlog: Ja, genau. Ihr habt ja beide vorher auch in einer Band gespielt.

Laurie Vincent: Das ist schon lange her. (lacht) Aber ja, es ist schon ein Unterschied. In einer Band hat man im schlimmsten Fall vier, fünf oder sechs verschiedene Meinungen, die man am Ende des Tages irgendwie unter einen Hut bekommen muss. Wenn man nur zu zweit ist, sieht das natürlich anders aus. Man ergänzt sich schneller, kommt fokussierter auf den Punkt. In unserem Fall ist es einfach so, dass wir irgendwie nicht ohne den anderen können. So läuft das bei uns. Wir sind wie ein unzertrennbares Knäuel.

MusikBlog: Ein Knäuel, das sich auch in Zukunft nicht „vergrößern“ wird?

Laurie Vincent: Wir sind froh und glücklich, so wie es ist. Es gibt keinen Grund, etwas zu verändern. Wir können all das, was wir musikalisch erreichen wollen zu zweit umsetzen.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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