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Jonathan Jeremiah – Good Day

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Es gibt ein paar Titel von Jonathan Jeremiahs viertem Studioalbum „Good Day“, die wie der Soundtrack von einem jugendfreien James Bond-Film klingen. 007-haft, weil eine Nummer wie „The Stars Are Out“ mit pompösen Streicher-Arrangements vollgepackt ist. Jugendfrei, weil mehr gute Vibes drin sind als Gefahrensignale, mehr Sommergefühle als Autojagden drinstecken.

„Good Day“ ist nämlich als kleine Sammlung guter Alltagsmomente angelegt. Und wenn man sich den Titeltrack anhört, weiß man, was Optimist Jeremiah so meint. Er hat einfach Bock, morgens aufzustehen.

Ein Gang auf die Straße genügt: Was er da alles sieht! Lachende Kinder, ein kurzer Flirt am Bürgersteig und Sonnenschein, der Wärme bringt. Soweit die spontane Aufzählung.

Zugegeben, das ist ein ziemlich abgegriffenes Terrain. Aber die soulige Stimme rettet hier die eher seicht ausgefallenen Lyrics. Trotzdem kann man sich nicht ganz davon freisprechen, Gefallen an diesen Grooves zu finden.

Logo, ein Gute-Laune-Song, aber keiner von der Sorte der Gute-Vibes-Peitschen a la „Happy“ von Pharrell. Außerdem beschleichen Jonathan Jeremiah später auch ein paar leise Zweifel und längere, aufwühlende Nächte („Long Night“).

Warum ist er denn trotzdem so verdammt happy? Eventuell, weil er sein Comeback-Album im Londoner Studio Link aufgenommen hat, das dem Kinks-Boss Ray Davies gehört. Vielleicht, weil er zwischenzeitlich wirklich vom James Bond-Komponisten John Barry angerufen wurde. Und auch sonst eine Menge Respekt gezollt bekam.

Außerdem hat Jonathan Jeremiah ein 19-köpfiges Streicher- und Horn-Ensemble auf „Good Day“ zusammenraufen können. Man muss das in Relation sehen: Früher hat der Gitarrist Nachtschichten geschoben, um einen Geiger bezahlen zu können.

Heute ist das anders, der Klang gepimpter und das soll man natürlich auch hören. Die Produktion ist transparent, sauber, streberhaft. Aber die Highlights dieses schon eher üppig instrumentierten Albums markieren genauso auch die reduzierteren Stücke.

Die Klavier-Ballade „No-one“ zum Beispiel, die mit ihrer Tastenmelodie ganz stark nach Feuerzeuglicht im Stadion klingt. Das stampfende und pfeifende „Mountain“, die perkussiven Midtempo-Beats von „The Stars Are Out“.

Jeremiah präsentiert sich dieses Jahr ganz und gar als gewiefter Singer/Songwriter, der mit der richtigen Crew um sich, mächtige und elegant ausstaffierte Pop-Songs schreiben kann.

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